Sammeln und erkennen Bärlauch - Achtung Verwechslungsgefahr!

Wer im Frühling durch die lichten Laubwälder streift, riecht es schon: Der Bärlauch ist eng mit den Knoblauch verwandt. So können Sie ihn erkennen und gefahrlos genießen.

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Woran erkennt man Bärlauch?

Bärlauch ist eine heimische Pflanze, die wild wächst und sich gerne üppig ausbreitet. Er gehört zu den Zwiebelgewächsen – ein Verwandter des Knoblauchs und der Zwiebel. Und er hüllt das Gebiet, in dem er wächst, in einen intensiven Knoblauchduft.

Man kann fast behaupten, Bärlauch sei der bessere Knoblauch: Er hat ein ähnliches Aroma und die gleichen gesundheitlichen Vorteile, verursacht aber keinen unangenehmen Geruch, nachdem man ihn zubereitet oder gegessen hat. Grund genug, die Bärlauch-Saison ausgiebig zu nutzen und das Lauchgewächs in der eigenen Küche zu verwenden.

Vorsicht, Verwechslungsgefahr!

Der wichtigste Unterschied zwischen Bärlauch und anderen Pflanzenarten ist der starke, typische Geruch nach Knoblauch, der frei gesetzt wird, wenn man ein Blatt zwischen den Fingern zerreibt. Wenn dabei kein Knoblauchgeruch wahrnehmbar ist, handelt es sich nicht um Bärlauch! Seien Sie vorsichtig, denn Maiglöckenblätter sehen dem Bärlauch sehr ähnlich und wachsen manchmal mitten in den Bärlauchfeldern.

ein Bärlauch und ein Maiglöchenblatt (Foto: Imago, imago stock&people - imago/Manfred Ruckszio)
Bärlauchblätter riechen deutlich nach Knoblauch und sind weicher als die des Maiglöckchens. Imago imago stock&people - imago/Manfred Ruckszio

Bärlauch- und Maiglöckchenblätter sehen auf den ersten Blick sehr ähnlich aus, wer aber genau hinsieht, kann sie leicht unterscheiden. Bärlauch hat eine matte Blattuntersteite, während sie bei Maiglöckchen glänzt. Außerdem sind die Maiglöckchenblätter viel fester im Vergleich zum weichen Bärlauchblatt. Beim Bärlauch wächst jedes Blatt an einem einzelnen Stängeln, während das Maiglöckchen zwei Blätter an einem Stängel hat.

Rezept: Bärlauchpesto

2BundBärlauch
1ELPinienkerne (alternativ Kürbiskerne oder Mandeln)
100mlOlivenöl
60gHartkäse, beispielsweise Pecorino oder Grana Padano
1/2TLSalz
1TLPfeffer

Zubereitung:

Bärlauch wachen und putzen, sehr fein hacken. Pinienkerne in einem Mörser zerstampfen. Käse fein reiben. Alle Zutaten in ein hohes schmales Gefäß geben und mit einem Stabmixer zu einem Brei verrühren. Zwei bis drei Stunden bei Zimmertemperatur ziehen lassen. In kleine, sterile Gläser abfüllen und kühl stellen. Bis zu acht Wochen haltbar.

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