Mindesthaltbarkeitsdatum Verfallsdatum erreicht, aber trotzdem noch gut!

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Bis 2030 sollen die Lebensmittelabfälle um 50 Prozent reduziert werden - diesem Ziel der Vereinten Nationen hat sich auch Deutschland angeschlossen. Hier einige Tipps zum Mindesthaltbarkeitsdatum.

Wir werfen viel zu viele Lebensmittel weg. Im Schnitt jeder von uns über 50 Kilo im Jahr. Das Schlimme daran: Wir werfen Lebensmittel weg, die eigentlich noch gut sind. Weil das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) abgelaufen ist.

Wer legt das Mindesthaltbarkeitesdatum fest?

Das tun die Lebensmittelhersteller selbst. Marmeladen, Haferflocken, Milchprodukte - alles Frische muss in Deutschland mit einem MHD versehen werden. Für Verbraucher kann dieses Datum durchaus sinnvoll sein, denn manchen Lebensmittel sind erstaunlich lange haltbar, beispielweise Konserven kann man jahrelang lagern.

Wie kann ich die Frische prüfen?

Da es ganz verschiedene Produkte sind, gibt es kein einheitliches Kriterium, was gut und genießbar ist. Man kann probieren, riechen, schmecken, ob der Artikel noch gut ist oder eher doch nicht. Ist die Verpackung bei Milchprodukten aufgebläht, dann lieber nicht mehr essen. Ansonsten: Riecht das Produkt so wie es sollte, obwohl es abgelaufen ist? Dann ist das schon ein erstes Indiz dafür, dass es gut ist. Probieren Sie einfach eine Löffelspitze vom abgelaufenen Joghurt oder der Milch. Das hat noch keinen umgebracht, selbst wenn das Produkt tatsächlich schlecht ist.

Bei Einmachgläsern erkennt man an diesem Zischen oder Ploppen, wenn man den Deckel aufdreht, ob die Verpackung luftdicht verschlossen war. Dann dürfte das Lebensmittel in Ordnung sein. Wegschmeißen sollte immer der letzte Weg sein. Tut dem Geldbeutel und der Umwelt einfach gut!

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