Rosenpflege im Landhaus Ettenbühl Tipps für prachtvolle Rosen

Schneiden, düngen, pflegen - all das braucht eine Rose. Aber sie ist bei weitem nicht so anspruchsvoll, wie viele denken. Rosenexperte James Frank vom Landhaus Ettenbühl gibt Tipps.

Welche Rosenarten gibt es?

Es gibt insektenfreundliche Bienenweide-Rosen, klassische Strauchrosen, niedrige Beetrosen und imposante Kletter- und Ramblerrosen, die meterhoch werden können. Es gibt Duftrosen, englische und historische Sorten. Manche blühen öfter, andere nur einmal im Jahr, dafür aber umso prächtiger.

Wie pflegt man Rosen?

James Frank (Foto: SWR, SWR -)
James Frank SWR -

James Frank, Chef-Gärtner im Landhaus Ettenbühl in Bad Bellingen-Hertingen, ist pragmatisch. Falsch machen könne man eigentlich wenig. Sein Tipp: "Die Rose braucht uns nicht zum Blühen, aber wir wollen natürlich erreichen, dass sie möglichst üppig blüht. Deshalb schneiden wir alles weg, was nicht mehr lange hält oder beschädigt ist, damit sie schnell wieder blüht."

Moderne Rosen sind von Natur aus blühfreudig, auch ohne Gärtner. Dazu brauchen sie eigentlich nur Wasser, gerade wenn es lange trocken ist, und organischen Dünger.

Bildergalerie Die schönsten Rosen

Beetrose Jubilee du Prince de Monaco (Foto: SWR, SWR - Foto: Katja Hemmer)
Name: Beetrose "Jubilee du Prince de Monaco", Züchter: Meilland, 2000 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Beetrose "Goldelse", Züchter: Tantau, 1997 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Minirose "Teeny Weeny", Züchter: Poulsen, 1982 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Strauchrose "Bipontina", Züchter: Richard Huber, 1987 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Kletterrose "Lemon Sorbet", Züchter: Warner, 2004 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Kletterrose "Parkdirektor Riggers", Züchter: Kordes, 1957 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Edelrose "Black Lady", Züchter: Tantau 1976 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Kleinstrauchrose "Lavender Dream", Züchter: Interplant, 1986 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Beetrose "Pastella", Züchter: Tantau, 2003 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen
Name: Strauchrose "Graham Thomas", Züchter: Austin, 1983 SWR - Foto: Katja Hemmer Bild in Detailansicht öffnen

Auch was den Rückschnitt angeht, ist James Frank pragmatisch. "Man kann ruhig ein bisschen rabiater vorgehen." Früher musste man jeden Trieb begutachten und zählen, an welcher Stelle man den Schnitt ansetzt. "Das ist alles überhaupt nicht notwendig." Sein Tipp: Verblühtes raus, bis auf zwei, drei Zentimeter, ganz ohne Regelwerk. James Frank hält vieles für überholt, zählt keine Blätter und keine Augen. Und hat damit offensichtlich Erfolg.

Was hilft gegen Rosenkrankheiten?

James Frank beruhigt: "Rosen sind längst nicht so anfällig, wie man immer meint. Man muss auch mal damit leben, dass ein Blattfleck auftritt. Das ist kein Drama. Und wenn eine Rose Sternrußtau kriegt, ist es keine schwere Krankheit. Und ähnlich ist es mit anderen Krankheiten. Die meisten sind nicht tödlich für die Rose. Sie wird sich wunderbar davon erholen, wenn man ihr einfach ein bisschen Pflege zukommen lässt und sie unterstützt."

Rosenrost (Foto: SWR)
Rosenrost

Achtung allerdings bei Rosenrost: Der kann der Rose tatsächlich gefährlich werden und sollte bekämpft werden. Die einfachste Methode ist, die befallenen Astpartien der Rose abzuschneiden und zwar möglichst tief ins gesunde Holz hinein. Oder man spritzt mit Kupfer. Das muss man allerdings vorsichtig dosieren, vor allem im Sommer. Sonst verbrennt das Kupfer die Rose.

Das gilt genauso bei Brennnessel-Jauche, ein gutes Hausmittel gegen Läuse. Wer im Rosenbeet auf Bio setzt, sollte vor Befall spritzen - mit Schachtelhalm zum Beispiel, der die Pflanze stärkt.

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