Rose mit Mehltau (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/imageBROKER/Jens Schmitz)

Sternrußtau, Mehltau, Rosenrost & Co. Die häufigsten Rosenkrankheiten - und was Sie tun können

Rosenkrankheiten wie Sternrußtau, Rosenrost und Mehltau setzen Rosen schwer zu. Wir verraten Ihnen, woran Sie die Krankheiten erkennen und wie Sie sie bekämpfen können.

Dauer

Sternrußtau

Unter Rosenliebhabern sehr gefürchtet ist der Sternrußtau. Denn ist die Pflanze erst einmal befallen, ist die Pilzerkrankung schwer zu bekämpfen. Leider sind die wenigsten Züchtungen resistent gegen die sogenannte Schwarzfleckenkrankheit.

Kennzeichen: Die befallenen Blätter der Rosen bekommen unregelmäßige schwarze Flecken mit ausgefransten Rändern. Rund um die Flecken färben sich die Blätter gelb oder braun und fallen schließlich ab.

Rosenblätter mit Sternrußtau (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Claudia Wittke-Gaida)
Sternrußtau Claudia Wittke-Gaida

Bekämpfung: Sternrußtau schwächt die komplette Pflanze. Schon bei den ersten Anzeichen sollten Sie befallene Blätter und Triebe abschneiden und im Restmüll entsorgen. Die Pilzsporen überwintern im toten Laub auf dem Beetboden, deshalb sollten Sie alles abgefallene Laub entfernen. Sie können die betroffenen Pflanzen auch mit speziell zugelassenen Fungiziden behandeln.

Rosenrost

Kennzeichen: Auf der Blattoberseite bilden sich orange- oder rostrote Flecken, auf der Blattunterseite längliche, rote Sporenlager.

Rosenrost (Foto: SWR)
Rosenrost

Bekämpfung: Die befallenen Blätter und Triebe entfernen, damit sich die Pilzsporen nicht weiter ausbreiten können, und im Restmüll entsorgen. Rosenrost kann der Pflanze tatsächlich gefährlich werden, deswegen empfiehlt James Frank vom Landhaus Ettenbühl, die kompletten befallenen Astpartien abzuschneiden und zwar möglichst tief ins gesunde Holz hinein. Oder man spritzt mit Kupfer. Das muss man allerdings vorsichtig dosieren, vor allem im Sommer. Sonst verbrennt das Kupfer die Rose.

Mehltau

Rosen können sowohl vom Echten als auch vom Falschen Mehltau befallen werden, wesentlich häufiger ist der Echte Mehltau. Es handelt sich um einen "Schönwetterpilz", der sich vor allem bei trocken-warmem Wetter ausbreitet, der Falsche Mehltau tritt eher in feuchten Sommern auf.

Kennzeichen: Bei Echtem Mehltau sind die Blattoberseiten, Stiele und Knospen von einem weißen, mehlartigen Belag überzogen. Bei starkem Befall rollen sich die Blätter ein und verkümmern. Bei Falschem Mehltau bilden sich braun-violette Flecken auf der Blattoberseite.

Rosenblatt mit Mehltau (Foto: picture-alliance / Reportdienste, SWR, Picture Alliance)
Echter Mehltau Picture Alliance

Bekämpfung: Betroffene Pflanzenteile abschneiden und im Restmüll entsorgen. Achten Sie, wie bei den anderen Erkrankungen auch, darauf, dass sie im Herbst auch das abgefallene Laub entsorgen, damit die Pilzsporen nicht im Boden überleben können. Es gibt auch gut wirksame Fungizide.

Besser als bekämpfen ist vorbeugen

Die beste Krankheit ist ja bekanntlich die, die man erst gar nicht kriegt. Das gilt auch für Pflanzen. Mit einfachen Maßnahmen können Sie dafür sorgen, dass Ihre Rosen weniger krankheitsanfällig sind:

  • Kaufen Sie am besten Rosen mit ADR-Siegel, dabei handelt es sich um besonders robuste, widerstandsfähige Züchtungen.
  • Achten Sie beim Einpflanzen auf die richtige Umgebung. Rosen brauchen einen sonnigen, luftigen Standort, an dem die Blätter nach dem Regen gut trocknen können. Deshalb sollten Sie Rosenstöcke auch nicht zu dicht pflanzen.
  • Wer seinen Rosen etwas Gutes tun will, sprüht sie einmal wöchentlich mit einem Sud aus Ackerschachtelhalmen ein und versorgt sie mit einem kalibetonten Dünger. Stickstoffreiche Dünger sollten Sie dagegen sehr sparsam einsetzen.
  • Gießen Sie die Pflanzen möglichst nur im Wurzelbereich.
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