Raupen des Eichenprozessionsspinners in Eiche (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Raupen, Nester, Ausschlag 5 Dinge, die Sie über Eichenprozessionsspinner wissen sollten

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1. Was den Eichenprozessionsspinner gefährlich macht

Das Gefährliche sind die sogenannten Brennhaare der Raupe. Sie enthalten Nesselgift. Je nach Entwicklungsstadium hat eine Raupe bis zu 700.000 solcher feiner Haare. Kommt man mit ihnen in Kontakt oder atmet sie auch nur ein, kann das zu allergischen Reaktionen wie Hautausschlägen, Rötungen und Atemnot führen. In Ausnahmefällen droht sogar ein allergischer Schock.

2. Wo kommt man mit dem Gift in Kontakt?

Ob im Wald oder im Park: Wo auch immer Eichen sind, kann es auch Eichenprozessionsspinner geben. Höhepunkt ist im Juli, bevor sich die Raupen in unscheinbare Schmetterlinge verwandeln. Zurück bleiben allerdings die Gifthaare in den Bäumen und den Nestern. Und auch die sind weiterhin gefährlich.

3. Wie kann man sich schützen?

Bevor man sich unter einer Eiche niederlässt, sollte man sie genau in Augenschein nehmen. Befallene Areale sollte man meiden, denn die Brennhaare der Raupen können abbrechen und sich auch über die Luft verteilen. Man sollte weder die Raupen noch die Nester berühren.

4. Was tun, wenn man mit den Raupenhaaren in Berührung kommt?

Besteht auch nur der Verdacht, dass man mit den giftigen Haare in Kontakt gekommen ist, sollte man sofort die Kleidung wechseln (möglichst im Freien), duschen und die Haare waschen. Die Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen und die Schuhe nass reinigen. Brennhaare, die man auf seiner Kleidung sieht, kann man mit Klebestreifen entfernen. Treten allergische Reaktionen auf, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen.

5. Was tun, wenn man Eichenprozessionsspinner entdeckt?

Das Entfernen der Raupen und ihrer Nester sollte man auf jeden Fall Experten überlassen. Wer Eichenprozessionsspinner oder ihre Nester entdeckt, sollte das schnellstmöglich dem zuständigen Gesundheits- oder Gartenamt oder den Forstämtern melden.

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