Zucker-Alternativen Süß mit Nebenwirkungen: Yxlit, Erythrit & Co.

Zucker macht nicht nur dick, sondern auch krank. Aber es gibt Alternativen, die gesünder sein sollen. Doch auch sie können gefährliche Nebenwirkungen haben.

Dauer

Hoffnungsträger Xylit und Erythrit

Beides sind so genannte Zuckeralkohole, die durch Vergärung von Pflanzenteilen gewonnen werden. Xylit, auch als Birkenzucker bekannt, ist fast genauso süß wie Zucker, hat aber nur halb so viele Kalorien. Es eignet sich gut zum Backen. Erythrit ist nicht ganz so süß, hat dafür aber fast gar keine Kalorien.

Beide Substanzen wirken sich günstig auf Karies aus. Ernährungsmediziner Daniel König von der Uni Freiburg: "Xylit und Erythrit töten Bakterien ab und können Karies aktiv vorbeugen." Deshalb werden Xylit und Erythrit auch gerne in Kaugummis und Zahnpasta verwendet.

Gefährliche Nebenwirkungen

Zuckeralkohole wie Xylit können in größeren Mengen die Verdauung beeinträchtigen und abführend wirken. Für Hunde und andere Tiere ist Xylit sogar lebensgefährlich. Die Langzeitwirkungen von Zuckerersatzstoffen sind bisher kaum erforscht. Daniel König: "Die Studienlage ist deutlich schlechter, als man sich das eigentlich vorstellen könnte. Es gibt einige kontrollierte Studien, die einen positiven Effekt auf das Gewicht nachgewiesen haben. In großen Bevölkerungsstudien war das allerdings nicht nachweisbar."

Was aus Stevia geworden ist

Stevia galt vor einigen Jahren als der Star unter den Zuckerersatzstoffen. Es hat null Kalorien und hebt den Blutzuckerspiegel nicht an, ist also gut für Diabetiker. Allerdings ist Stevia in der Herstellung sehr aufwändig und hat einen starken, leicht bitteren Eigengeschmack, weshalb er vielen nicht schmeckt.

Fazit

Den idealen Zuckerersatz gibt es noch nicht. Immerhin steigt die Zahl der Alternativen. Doch letztendlich gilt auch für sie: Weniger ist mehr.

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