Zwei Vögel auf einem Baum (Foto: SWR)

NABU ruft zur Vogelzählung Warum Sie Ihre Vögel zählen sollten

Seit Jahren gibt es die Vogelzählung des Naturschutzbundes. 56.000 Vogelfreunde haben im vergangenen Jahr mitgemacht. Und dieses Jahr sollten Sie auch mitmachen!

Dauer

Im letzten Jahr war er der Haussperling der Gewinner. Dicht gefolgt von Amsel und Kohlmeise. Bei der letzten "Volkszählung" der Gartenvögel waren sie die Tiere, die am häufigsten gesehen wurden.

Wie zähle ich die Vögel am besten?

Bei der Vogelzählung des Naturschutzbundes (NABU) kann grundsätzlich jeder mitmachen. Beobachtet wird eine Stunde lang im Garten oder im Stadtpark in der Nähe von Häusern. Wer sich mit den Vogelarten nicht ganz so gut auskennt, für den gibt es Fotos der Tiere auf den Zählzetteln, die der NABU zur Verfügung stellt.

"Man setzt sich da eine Stunde hin, beobachtet alles, was im Garten auftaucht und schreibt sich die Zahlen auf. Wichtig ist, dass man immer nur die höchste Anzahl einer Art aufschreibt. Man weiß ja nicht, ob diese Amsel schon einmal da war."

Lisa Maier, Naturschutzbund NABU Konstanz

Warum werden die Vögel überhaupt gezählt?

Ziel der Aktion ist es, Begeisterung für die Natur vor der eigenen Haustür zu wecken. Außerdem sollen wissenschaftliche Daten gesammelt werden. Durch die Langzeitbeobachtung sollen Veränderungen in der Artenvielfalt geprüft werden.

Amsel im Beerenstrauch (Foto: picture-alliance / dpa, SWR)

Die Nabu-Vogelzählung gibt es schon seit vielen Jahren. Immer mehr Leute finden Spaß an der Vogelbeoachtung. Durch die große Zahl an Freiweilligen fallen die Fehler Einzelner nicht zu sehr ins Gewicht - gleichzeitig können Entwicklungstrends aufgezeigt werden.

Wie steht es um unsere Gartenvögel?

Durch Vogelzählung wird deutlich: In unseren Gärten gibt es immer weniger Vogelarten. Besonders gefährdet: die Feldlerche und die Mehl-Schwalbe. Einer der Gründe sind die wenigen Brutmöglichkeiten. Die Wildnis in den Gärten verschwindet. Deswegen sollten Gartenbesitzer darauf achten, dass es auch Sträucher mit Beeren und heimische Pflanzen gibt, nicht nur den berühmten englischen Rasen. Kurz gesagt: In seinem Garten sollte man Natur zulassen.

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