Ausschnitt von  installierten Apps auf dem Smartphone (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / Reportdienste - Rolf Vennenbernd)

NINA, Katwarn & Co. Katastrophenwarnung auf dem Handy

Statt lauter Sirene auf dem Hausdach das Alarmsignal auf dem Smartphone: Über Großbrände, Hochwasser oder einen Stromausfall können auch Notfall-und Informations-Apps informieren.

Dauer

Über drohende Gefahren werden Bürger über Sirenen, Meldungen im Radio, Fernsehen oder Videotext in Kenntnis gesetzt. Ein weiterer Informationskanal, um noch mehr Menschen zu erreichen, sind Apps für das Smartphone, welche den Nutzer im Notfall warnen und im Zweifel Verhaltenstipps von Experten mit auf den Weg geben.

Welche Angebote gibt es?

Da der Katastrophenschutz Aufgabe der einzelnen Kommunen ist, gibt es kein einheitliches Katastrophen-Warnsystem für die ganze Republik. Ein Angebot des Bundes ist jedoch NINA, kurz für "Notfall-Informations- und Nachrichten-App", das den Gemeinden kostenlos zur Verfügung steht. Mit dieser App können amtliche Warnmeldungen bundesweit, nach Wunsch aber auch für bestimmte Regionen abgerufen werden.

Das gleiche bietet auch Katwarn, eine privatwirtschaftliche Warn-App. Für den Nutzer ist die App kostenlos. Da die Gemeinden jedoch für die Nutzung zahlen müssen, haben sich nicht alle angeschlossen.

Neben den beiden bekanntesten Apps gibt es beispielsweise auch Biwapp, die "Bürger-Info- und Warn-App" oder PowerWarn, die beide Großbrände, Unfälle bis hin zu Amokläufen an ausgewählten Standorten melden. Wer nur nach Informationen zur Wetterlage sucht, kann auch bestimmte Wetter-Apps, z. B. die App des deutschen Wetterdienstes WarnWetter, nutzen. Teilweise sind verschiedenen Katastrophenapps auch miteinander vernetzt oder greifen auf die gleichen Daten zu, um im Notfall möglichst viele Personen zu erreichen.

STAND