Eine Schüssel voller Mehl im Hintergrund Weizenähren (Foto: Getty Images, Thinkstock -)

Kuchen, Brot, Brötchen - wofür sich welches Mehl eignet

Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl? Mehltyp 405, 550 oder 1050? Wer Mehl kauft, hat die Qual der Wahl. Gut zu wissen, welches Mehl sich wofür besonders gut eignet.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Das bedeuten die Mehltypen 405, 550 und 1050

Auf Packungen mit herkömmlichem Mehl steht eine Nummer. Dabei handelt es sich um sogenannte Mehltypen: Mehl mit der Bezeichnung 405 enthält beispielsweise 405 Milligramm Mineralstoffe pro 100 Gramm. Je höher der Wert, umso mehr Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium enthält ein Mehl. Auch der Gehalt an pflanzlichem Eiweiß, B-Vitaminen und Ballaststoffen ist höher. Je höher der Wert für die Mehltype, umso grobkörniger ist das Mehl und umso langsamer nimmt es Flüssigkeit auf. Mehl mit hoher Type ist schwerer zu verarbeiten, dafür aber gesünder.

Die Wahl des Mehls ist abhängig davon, was damit gebacken oder gekocht werden soll:

  • Mehl Type 405 eignet sich wegen seiner guten Bindefähigkeit gut zum Andicken von Soßen und zum Backen von Kuchen und Keksen.
  • Mehl Type 550 wird häufig in Bäckereien zum Backen von Brötchen eingesetzt.
  • Mehl Type 1050 ist optimal für Mischbrote.

Die Vorteile von Vollkornmehl

Für Vollkornmehl wird das ganze Korn verarbeitet. Vollkornmehl gilt als besonders gesund, egal ob es aus Dinkel, Roggen oder Weizen hergestellt wurde. Es ist reich an Ballaststoffen, Mineralien und B-Vitaminen. Außerdem hält Vollkornmehl länger satt, regt die Verdauung an und wirkt sich günstig auf den Blutzuckerspiegel aus. Vollkornmehl hat keine Typenzahl, weil die gesamten Bestandteile der gereinigten Körper enthalten sind. Vollkornmehl benötigt mehr Wasser und ergibt einen schweren Teig, der nicht so stark aufgeht.

Unterschiede zwischen Roggen, Dinkel und Weizen

  • Weizenmehl wird häufig mit weniger Mineralstoffen angeboten als Roggen- und Dinkelmehl.
  • Dinkelmehl enthält meist mehr Mineralstoffe als herkömmliches Weizenmehl. Es ist eine Alternative für Menschen, die Weizen- und Roggenmehl nicht vertragen.
  • Roggenmehl enthält die meisten Mineralstoffe. Es kommt vor allem beim Backen von Roggen- und Mischbroten zum Einsatz. Ein reines Roggenmehl benötigt in der Regel einen Sauerteig zur Verarbeitung.

Haltbarkeit und Lagerung

Damit Mehl möglichst lange haltbar bleibt, sollte es nach dem Kauf aus der Papiertüte in eine luftdicht verschließbare Dose geschüttet und an einem trockenen und dunklen Ort aufbewahrt werden. Bei richtiger Lagerung lässt sich Mehl auch noch einige Monate nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums verwenden. Achtung bei Vollkornmehl: Da es einen höheren Fettanteil hat, wird es schneller ranzig als herkömmliches Mehl. Generell gilt: Je älter ein Mehl ist, umso mehr Mineralstoffe gehen verloren und die Backqualität sinkt.

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