geparktes Flugzeug von Thomas Cook  (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Was Betroffene der Thomas Cook-Pleite jetzt noch tun können

Wer bei Thomas Cook eine Pauschalreise gebucht hat, die wegen der Insolvenz abgesagt wurde, wird nicht den kompletten Betrag erstattet bekommen. Das gab der Versicherer bekannt. Verbraucherschützer raten trotzdem, den Schaden geltend zu machen.

In Deutschland ist die Haftungsgrenze bei der Insolvenzabsicherung auf 110 Millionen Euro pro Reiseveranstalter und Geschäftsjahr begrenzt. Die Zurich-Versicherung gab bekannt, dass dieses Geld nicht ausreichen wird, um alle Kunden zu entschädigen. Das heißt, dass betroffende Reisende wohl nur anteilig Geld für ihre gebuchten Reisen zurückerhalten.

Nur Pauschalreisen sind versichert

Laut Anbieter werden alle Reisen, die bis einschließlich 31. Dezember 2019 stattfinden sollten, nicht durchgeführt. Was mit den Reisen ab Januar 2020 passiert, ist noch unklar. Anspruch auf Zahlungen haben nur Kunden, die eine Pauschalreise gebucht haben. Nicht versichert sind Einzelleistungen wie z.B. nur ein Flug oder nur das Hotel.

Machen Sie Ihre Ansprüche geltend!

Wenn Sie von der Pleite betroffen sind, sollten Sie sich an den vom Insolvenzabsicherer Zurich-Versicherung beauftragten Dienstleister Kaera wenden. Über ein Web-Formular können Sie hier Ihre Ansprüche geltend machen (Telefon: +49 6172 - 99761123). Weitere Infos gibt es bei der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Achtung vor gefälschten E-Mails

Aktuell warnt Thomas Cook auf seiner Seite vor Betrügern, die sich die Unsicherheit bei den Urlaubern zunutze machen wollen: Es sind gefälschte E-Mails im Umlauf, die eine schnelle Rückerstattung des Reisepreises versprechen mit dem Ziel, an sensible Kundendaten zu gelangen. Thomas Cook versichert, solche Mails nicht zu verschicken und rät, diese sofort zu löschen. Und auf keinen Fall persönliche Daten preiszugeben.

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