Gartenschlauch und Blumen (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendie)

Garten im Juli 5 Tipps, wie Sie Ihren Garten richtig gießen

Der Sommer ist da! Doch ohne Wasser kann die Hitze Pflanzen auf dem Balkon oder im Garten schnell ruinieren. Falsches Gießen kann das aber auch. Wir zeigen, wie es richtig geht.

Dauer

Tipp 1: Morgens statt abends gießen

Experten raten Pflanzen idealerweise in den frühen Morgenstunden zwischen drei und vier Uhr zu gießen. Dann ist der Boden am kühlsten und das Gießwasser verdunstet nur minimal. Grundsätzlich gilt, je kühler die Erde, desto mehr Wasser kann aufgenommen werden – also am besten morgens oder spät am Abend gießen. Auf keinen Fall sollte man den Garten in der prallen Mittagshitze bewässern. Durch Reflexionen des Wassers können die Pflanzen dadurch regelrecht verbrennen.

blaue Gießkanne (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendie)
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Tipp 2: Gartenschlauch statt Rasensprenger

Generell sind Gießkanne und Gartenschlauch zur Bewässerung am besten geeignet, da so der Fuß der Pflanze gut erreicht werden kann. Wer Einschwemmungen und Bodenverdichtung verhindern möchte, nimmt am besten einen Brausekopf zur Hilfe. Der Rasensprenger ist – wie der Name schon sagt – nur für Rasen und große Flächen geeignet. Die Bewässerung der einzelnen Blätter sollte vermieden werden. Es könnten sich Pilzerkrankungen entwickeln und die Blätter verbrennen schneller.

Frau, die eine Hortensie gießt (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendie)
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Tipp 3: Die Wassermenge ist entscheidend

Je nach Gattung und Standort gibt es große Unterschiede im Flüssigkeitsbedarf der Pflanzen. Als Daumenregel gilt, je größer die Blätter und je sonniger der Standort, desto mehr Wasser braucht die Pflanze. Es hängt allerdings in erster Linie von der Sorte ab, wie viel Wasser genau benötigt wird. Mediterrane Pflanzen kommen in der Regel mit weniger aus. Frisch eingesetzte Pflanzen und Keimlinge benötigen dagegen deutlich mehr Wasser.

Achtung: Unter ausladenden Pflanzen wie Rhododendren ist die Erde oft sehr trocken. Damit sich genug Feuchtigkeit sammeln kann, sollte möglichst nah um den Stamm herum gegossen werden.

Tipp 4: Einmal richtig statt mehrmals zu wenig gießen

Der häufigste Fehler beim Gießen ist, dass zwar oft, aber zu wenig gegossen wird. Das kann für die Pflanze sogar schlimmer sein als sie gar nicht zu bewässern, da sie durch das ständige Gießen verwöhnt wird. Auch Staunässe sollten Sie unbedingt vermeiden. Lieber seltener und intensiv statt zu oft bewässern. So können die Pflanzen tiefreichende Wurzeln bilden und werden resistenter gegen Trockenheit.

Damit das Wasser in tiefere Bodenschichten vordringen kann, hackt man den Beetboden nach dem Gießen am besten auf. Das zerstört Hohlräume und leitet das Wasser zu den Wurzeln. Es empfiehlt sich bei lockerem Boden alle drei bis vier Tage zu gießen - bei schwereren Böden ist einmal die Woche ausreichend.

Gießkanne in Regentonne (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / dpa Themendie)
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Tipp 5: Regenwasser statt Leitungswasser

Durch den niedrigeren pH-Wert ist Regenwasser besser zum Gießen geeignet als das Wasser aus dem Hahn. Es enthält weniger Kalk und ist weicher. Auch die Temperatur spielt dabei eine Rolle, denn kaltes Wasser stresst die Pflanzen. Idealerweise sollte die Wassertemperatur der Außentemperatur entsprechen. Es lohnt sich also, im Garten eine Regentonne aufzustellen. Das spart Trinkwasser-Ressourcen und die schon die Wasserrechnung!

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