Gesetzesänderung zum 1. November 2018 Jetzt könnt ihr eure Vornamen neu sortieren

Du heißt Marie Anna, wirst von allen aber nur Anna genannt? Dann kannst du dies jetzt offiziell ändern lassen. Das Verfahren hat aber mehrere Haken. Hier erfährst du welche.

Lebkuchenherzen mit Vornamen (Foto: imago stock&people -)
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Ab dem 1. November 2018 darf jeder, der mehrere Vornamen hat, diese neu anordnen lassen. Damit soll sichergestellt werden, dass der Rufname auch an der ersten Stelle im Pass, auf dem Flugticket oder in anderen Dokumenten steht. Wer dies machen möchte, muss dazu einfach zum Standesamt gehen. Eine Begründung, wie bei der Namensänderung, ist nicht notwendig. Wichtig ist nur, dass die Person einen deutschen Pass besitzt und in einem deutschen Personenregister (zum Beispiel Geburts- oder Eheregister) erfasst ist.

Die Einschränkungen

Geändert werden kann nur die Reihenfolge der Vornamen. Nicht möglich sind:

  • eine Änderung der Schreibweise
  • das Hinzufügen oder Weglassen von Vornamen
  • das Umstellen von Vornamen mit Bindestrich, wie z.B. Karl-Heinz

Viel Bürokratie und hohe Kosten

Das Standesamt nimmt die Änderung der Reihenfolge laut § 45a des Personenstandsgesetz vor. Mit dem Bescheid muss man dann die eigene Geburtsurkunde und gegebenenfalls weitere Dokumente, wie die zum Beispiel die Heiratsurkunde, ändern lassen. Danach folgen Personalausweis, Führerschein und Reisepass. Das kostet bereits einiges an Zeit und Geld, ist aber nur der Anfang.

Mit der neuen Sortierung der Vornamen, müssen ebenfalls alle EC- und Kreditkarten geändert werden. Ebenso alle Online-Konten, bei denen noch die alte Reihenfolge gespeichert ist oder der bisherige Rufname gar nicht eingegeben wurde.

Aufgrund dieses hohen Aufwands rechnen Experten damit, dass nur wenige von der Möglichkeit der Neuanordnung der Vornamen Gebrauch machen werden.

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