Sonnenbraut (Foto: SWR, Katja Hemmer)

Jetzt ist Pflanzzeit 5 Tipps für tolle Stauden im nächsten Jahr

Der Herbst hält Einzug. Und das bedeutet Pflanzzeit für Stauden. Wer sich jetzt Zeit für die Gartenplanung und Bepflanzung nimmt, kann im nächsten Jahr seinen Garten genießen.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Der Herbst ist die optimale Zeit, Stauden zu pflanzen. Denn jetzt können sich die Pflanzen in aller Ruhe Wurzeln bilden, um in der nächsten Gartensaison gut zu gedeihen. Das sollten Sie dabei beachten:

(1) Bestandsaufnahme im Garten machen

Verschaffen Sie sich bei einem Rundgang einen Überblick über Ihre Pflanzen. Anhand unserer Checkliste können Sie realistisch einschätzen, wie viele Neuheiten in Ihrem Garten überhaupt Platz haben:

  • Blüht es noch in allen Ecken oder sehen die Beete eher verwildert und verwelkt aus?
  • Welche Stauden sahen eher mickrig aus oder sind eingegangen?
  • Gibt es Stauden, die geteilt werden müssen?
  • Welchen Bereich würden Sie gerne umgestalten?
  • Gibt es Platz für neue Pflanzen?

(2) Welche Staude passt an welchen Standort?

Wenn Stauden nur kümmerlich blühen oder ganz eingehen, liegt das oft am falschen Standort. Deshalb sollten Sie sich vor dem Kauf überlegen, welche Pflanzen sich wo wohlfühlen. Welche Beschaffenheit hat der Boden? Ist die Lage schattig, halbschattig oder sonnig?

Und geben Sie auch mickrigen Exemplaren noch eine Chance: Nach einem Umzug an eine geeignetere Stelle im Garten können sie sich zu wahren Blühwundern entwickeln.

(3) Ein Garten für jede Jahreszeit

Die wahre gärtnerische Herausforderung ist es, einen Garten anzulegen, der nicht nur im Sommer, sondern auch im Frühling, Herbst und Winter gut aussieht. Achten Sie daher besonders auf die Blühzeiten, sonst kann es Ihnen schon nach dem ersten Blührausch im Mai passieren, dass der Garten bis zum Juli eher trist wirkt.

Auch dem Blattschmuck kommt eine große Bedeutung zu: Wie sieht beispielsweise eine im Sommer blühende Staude nach der Blüte aus? Und: Wer trotzt Kälte, Eis und Schnee und lässt den Garten auch im Winter schön aussehen?

(4) Groß und klein ergänzt sich

Sonnenhut (Foto: SWR)
Roter Sonnenhut ist sehr pflegeleicht.

Ein rundum gelungenes Blumenbeet besteht aus großen und kleinen Blumen, die so gepflanzt sind, das die oft hässlichen Stängel der größeren Stauden durch kleiner Pflanzen verdeckt werden. So haben die "Großen" auch eine natürliche Stütze. Grenzt das Beet an eine Mauer oder einen Zaun, ist die Anzahl der großen, mittleren und kleinen Pflanzen ungefähr gleich. Ist das Beet aber von allen Seiten einsehbar und frei, benötigen Sie nur ein paar große Pflanzen für die Mitte und umso mehr mittelgroße und kleine.

(5) Mut zur Lücke

Aber das heißt nicht, dass Sie jetzt gleich die entsprechende Anzahl an Stauden pflanzen sollten. Denn wer die Pflanzen zu eng setzt, kann die ganze mühevolle Planung zunichte machen. Stauden brauchen Zeit, bis sie zur vollen Schönheit heranwachsen und werden mit den Jahren immer üppiger.

Ein frisch gepflanztes Beet sieht dann zwar im ersten Jahr oft etwas dürftig aus, doch da ist Geduld gefragt. Lücken können Sie im kommenden Frühjahr mit einjährigen Pflanzen schließen. Und große Löcher können Sie mit Kübelpflanzen schließen.

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