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Wenn Filiz Recber am Döner-Spieß steht, fällt sie auf, weil sie eine Frau ist. Geboren ist sie in Böblingen. Ihr "Ützel Brützel" hat sie vor drei Jahren von ihren Eltern übernommen. Sie kamen in den 70er Jahren aus einem bäuerlichen Dorf in Südostanatolien nach Deutschland. Zuhause wird Türkisch, Deutsch und Kurdisch gesprochen. Bereits in der Schule wird Filiz schmerzlich bewusst, dass sie als Türkin nicht so angesehen ist, wie andere Kinder. Aber Filiz Recber kämpft sich durch -| sie holt den Realschulabschluss nach und macht eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau. Heute ist sie die Chefin im "Ützel Brützel". Im Landesschau-Studio erzählt sie, wie sie es geschafft hat, sich in einer männerdominierten Branche als junge türkische Frau und Unternehmerin durchzusetzen. Wie sie es schafft, zwischen zwei Kulturen zu stehen und trotzdem ihren eigenen Weg zu gehen.

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