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Weil es nicht ausreichend Schutzmasken gibt, stellt ein Arzt in Wehr seine Schutzkleidung selbst her. Tests auf das Coronavirus macht er in einem improvisierten Drive-in-Bereich. Ab kommender Woche soll ein mobiles Einsatzteam die Proben nehmen. So lange gilt: Das Praxisteam tut alles Erdenkliche, um helfen zu können.

Niedergelassene Ärzte sollen Coronatests selbst durchführen. Wie aber soll das funktionieren? Reporterin Christina Libuda testet es bei einem Internisten in Wehr aus.

Anruf beim Arzt. Internist Günter Straub gibt klare Anweisungen, nicht in die Praxis zu kommen, sondern im Auto zu warten. Arzt und Helferin sind im Krisenmodus. ALLES ist improvisiert.

"Ein bisschen primitiv, aber zweckmäßig. Das ist unsere Improvisation. Eigenschutz hat Vorrang."

Günter Straub, Internist in Wehr

Das größte Problem: Es gibt nicht genug Atemschutzmasken. Deshalb hat er sich seine Schutzkleidung selbst gebaut. Aus einem Karton, der mit Alufolie verkleidet ist, hat er sich einen Helm gebastelt.

Er beklagt, dass das Gesundheitsamt kein Material liefert und die Ärzte im Stich lässt.

"Unser Gesundheitsminister Spahn hat gesagt, wir sind auf die Krise eingerichtet, wir sind ausgerüstet - das stimmt absolut nicht. Da muss ich widersprechen."

Ab kommender Woche soll ein mobiles Einsatzteam die Proben nehmen. Aber nächste Woche ist eben nicht heute. Und für heute muss es auch Lösungen geben.

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