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Quartiersbürger wollen eine Hängebuche in der Freiburger Innenstadt zum Naturdenkmal erklären lassen. Das Land Baden-Württemberg, dem das Grundstück gehört, will sich aber offen halten, ob das Grundstück vielleicht nicht doch bebaut werden darf. Da würde ein Naturdenkmal stören.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen BW

Mitten im Freiburger Sedanquartier steht eine uralte Hängebuche. Für die Bewohner gehört der Baum einfach zu ihrem Viertel dazu. Hier trifft man sich, kommt ins Gespräch miteinander. Um "ihren" Baum zu schützen, kamen die Bürger des Sedanviertels auf die Idee, die Hängebuche solle zum Naturdenkmal erklärt werden.

Die Stadt Freiburg war sofort begeistert. Denn auch den objektiven Kriterien für Naturdenkmälern hält die Buche stand.

"Wir können das Bürgerforum sehr gut verstehen, da der Baum aufgrund seiner Größe und seines Alters eine tolle Lebensraum-Funktion hat. Er ist ortsbildprägend ist."

Harald Schaich, Umweltschutzamt Stadt Freiburg

Bauplatz oder Naturdenkmal?

Das Problem: Die Hängebuche steht auf dem Gelände der Universität. Also gehört sie letztendlich dem Land Baden-Württemberg. Zwei offizielle Anfragen der Stadt ans Land liefen bisher ins Leere. Da hier vielleicht irgendwann einmal neu gebaut werden soll, wäre ein Naturdenkmal ein Hindernis.

Die Bürger können das nicht verstehen. Die Landesregierung gebe doch sonst viel Geld für Grünflächen aus. Der Baum sei naturschutzwürdig, da könne man doch nicht bauen. Immerhin hat das Land versprochen, sich um die Hängebuche zu kümmern, sie zu hegen und zu pflegen. Zumindest bis sie vielleicht doch irgendwann gefällt wird.

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