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Von Wandern bis Campen Vier Highlights im Nationalpark Schwarzwald

Der Nationalpark Schwarzwald lockt mit wilder Natur und ungewöhnlichen Wanderungen. Seit kurzem darf im Park sogar gecampt werden. Wir stellen Ihnen vier Highlights vor.

Mehr als 10.000 Hektar groß ist der Nationalpark Schwarzwald. Da gibt es natürlich einiges zu entdecken. Im Park dürfen sich die Natur- und Tierwelt frei und ohne menschliches Zutun entfalten. Berge, Wälder und Seen werden besonders geschützt. Wer den Nationalpark erkunden will, für den haben wir vier besondere Ziele und Aktivitäten herausgesucht.

1. Der Wilde See

Der Wilde See liegt mitten im ältesten Bannwald Deutschlands im nördlichen Schwarzwald bei Freudenstadt. In der mystischen Umgebung des alten Fichten- und Tannenwaldes kann man abschalten, zur Ruhe kommen und sich wegträumen. Bereits seit 1939 ist der See durch das Naturschutzgebiet "Wilder-See/Hornisgrinde" geschützt und die Natur darf sich unbeeinflusst entwickeln. Der Wald rund um den Wilden See gibt einen Eindruck von der Schwarzwald-Wildnis, die herrschte, bevor der Mensch den Wald besiedelte und zu verändern begann.

Der Wilde See ist ein sogenannter Karsee, ein Überbleibsel aus der letzten Eiszeit, entstanden durch einen Talgletscher. Rund um den See findet man Natur pur: keine Hütten, keine Bauwerke, keine Befestigungen. Das Auerhuhn, der Dreizehenspecht und der Sperlingskauz fühlen sich hier tierisch wohl.

Zelt auf Wiese (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Seit März 2017 kann im Nationalpark auch gezeltet werden. Foto: Colourbox.de -

2. Im Wald übernachten

Knisterndes Laub, kleine und größere Waldbewohner und ein zauberhafter Sternenhimmel - das alles erlebt man bei Nacht mitten im Schwarzwald. Seit März diesen Jahres kann man dank "Trekking Schwarzwald" erstmals legal das Abenteuer Wald-Wildnis auch nachts ausprobieren. In insgesamt sechs Trekking-Camps können Besucher zwischen Mai und Oktober mitten im Nationalpark Schwarzwald ihr Zelt aufschlagen.

Die Camps liegen abseits von Ortschaften, sind nur zu Fuß zu erreichen, für Wasser und Verpflegung müssen die Camper selbst sorgen. Die Trekking-Camps liegen zwischen Baden-Baden und Freudenstadt, sind jedoch nicht ausgeschildert - Natur pur eben. Wer dort übernachten möchte, sichert sich vorab online einen Platz und erhält dann eine Wegbeschreibung per E-Mail.

3. Erlebnispfade: Luchs-, Wildnis- und Lotharpfad

pfade schwarzwald nationalpark (Foto: SWR, SWR - SWR)
Orkan Lothar hat bis heute sichtbare Spuren hinterlassen SWR - SWR

Die drei Erlebnispfade zählen nicht ohne Grund zu den beliebtesten Wegen im Nationalpark Schwarzwald. Auf den Pfaden bietet sich den Besuchern ein ganz besonderes Naturerlebnis, jeweils zu einem bestimmten Thema. So muss man auf dem Lothar- und dem Wildnispfad abenteurlich Baumstämme kriechend oder kletternd überwinden, auf dem Luchspfad erlebt man den Wald durch die Perspektive der Wildkatze. Die Pfade sind beliebte Lehr- und Erlebnisabenteuer, bei denen Jung und Alt gemeinsam etwas über die baden-württembergische Wildnatur lernen können. Der Luchspfad bietet mit vielen spielerischen Stationen Spaß für die ganze Familie.

4. Juniorranger werden

Der Nationalpark gibt Kindern zwischen fünf und zwölf Jahren die Gelegenheit, als Beobachter, Forscher und Entdecker die Natur selbst zu erkunden. "Was macht die Natur, wenn der Mensch nichts tut?" Gemeinsam mit erfahrenen Pädagogen und geschulten Rangern entdecken die Kinder die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt. Ob Spurensuche oder verschiedene Vogel- und Baumarten kennenlernen - jeder Juniorranger hat seine eigene Aufgabe. Es soll mit allen Sinnen erlebt und beobachtet, die Natur auf besonders spielerisch-kreative Art erforscht werden.

Nationalpark-Insiderwissen und -Knigge

  • Totes Holz zu zersägen und ein Lagerfeuer entfachen sind strengstens verboten! Denn Totholz ist ein wertvoller Lebensraum für Pilze, Insekten oder den Sperlingskauz. 
  • Das Ranger-Team des über 10.000 Hektar großen Nationalparks wird zusätzlich von 35 ehrenamtlichen Helfern unterstützt.
  • In der Sommerzeit sollte sich jeder Besucher des Nationalparks mit ausreichend Getränken und Verpflegung eindecken. Wichtig sind auch Sonnenschutz und festes Schuhwerk.
  • Nach einem Tag im Freien sollte man sich und vor allem auch Kinder nach Zecken absuchen.
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