Zwischen Trubel und Stille Landesschau-Moderator Jürgen Hörig

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Jürgen Hörig moderiert die "Landesschau" und ist als Reporter für das "Landesschau Mobil" unterwegs. Ausgleich vom turbulenten Berufsalltag findet er am "Ende der Welt", nur 20 Minuten von Stuttgart entfernt: in Berglen, einer kleinen Gemeinde im Rems-Murr-Kreis. Dort kann man Jürgen Hörig beim Spazierengehen treffen, meistens in Begleitung von vier Pforten.

Warum bin ich Journalist geworden?

Es war Zufall. Wie so vieles im Leben. Ein Verlag hat einen Volontär gesucht, und ich hab dort grad ein Praktikum gemacht. Der Verleger hat mich gefragt - und ich muss sagen: der Beruf und ich passen einfach supergut zusammen.

Was war das Krasseste, was ich als Journalist erlebt habe?

In Freiburg war ich mal als junger Radioreporter eine ganze Nacht in einem Camp mit Demonstranten mehr oder weniger eingeschlossen. Im Morgengrauen kam die Sondereinheit der Polizei aus Göppingen und hat das Camp geräumt. Diese Eindrücke hab ich lange nicht vergessen.

Warum bin ich zur Landesschau?

Hab ich grad von Zufällen gesprochen? Mein  Chef vom Radio damals hat mich zum Casting geschickt. Ich selber wusste gar nicht, dass sie einen neuen Moderator suchen bei der Landesschau. Doch die Chance hab ich mir nicht entgehen lassen. Die Landesschau und ich: das war Liebe auf den ersten Blick

Wenn ich will, dass sich jemand in Baden-Württemberg verliebt, was würde ich mit der Person tun, wohin würde ich sie bringen?

Ich würde demjenigen die tollen Landschaften zeigen. Diese Vielfalt. Der Bodensee, das Allgäu, Schwarzwald, Alb, Odenwald. Dazu tolle Städte. Und zum Abschluss in die Besenwirtschaft meines Lieblingswinzers. Dann will hier keiner mehr weg.

Bin ich mal woanders, was vermisse ich am meisten an Baden-Württemberg?

Die frische Luft, die vom Tal herauf in mein Fenster weht. Wenn alles nach frischgemähter Wiese duftet. Oder nach feuchter Erde. Dieser Geruch ist abgespeichert in meiner Nase. Egal wo ich bin. So riecht es nur zuhause.

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