Weg ins Leben Große Spendenbereitschaft für die kleine Pia aus Gärtringen

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Ihre Eltern waren verzweifelt: Wegen eines Gehirnschadens kann die dreijährige Pia aus Gärtringen nicht laufen. Eine Operation in den USA könnte helfen, aber die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Die Eltern sammelten Spenden - und sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft.

Vor dreiundhalb Jahren noch war es ein Kampf um Leben und Tod. Zehn Wochen zu früh kommen Pia und ihr Zwillingsbruder auf die Welt. Viel zu klein und zu zerbrechlich. Die Ärzte stellen fest, dass Pias Gehirn geschädigt ist. Die Krankheit löst Spastiken aus - Pia wird nicht laufen können, erklären sie den Eltern.

Pia kämpft sich ins Leben. Reittherapie, Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie. Die Müllers lassen nichts unversucht.

Operation könnte helfen

Sie stoßen auf einen renommierten Spezialisten in den USA, der ihnen Hoffnung auf ein Leben ohne Rollstuhl macht. Er will die schadhaften Nerven im Rückenmark durchtrennen. Die Spastiken sollen dadurch verschwinden. Doch die deutsche Krankenkasse zahlt nicht. 125 000 Dollar kostet die Operation.

Spendenaktion für Pia

Pias Eltern richten eine Homepage ein und bitten um Spenden für "Pia's Path to Walk" (Pias Weg zum Gehen). Und helfen wollen viele in Gärtringen: Vereine und Nachbarn geben Geld, der Supermarkt um die Ecke verteilt Popcorn und Zuckerwatte. Und der Feuerwehrnachwuchs sammelt Christbäume ein und spendet 500 Euro an Pia.  Auch die Zuschauer der Landesschau haben ein großes Herz. Viele tausend Euro kommen nach unserem letzten Bericht über Pia zusammen.

Ihr Spenden-Ziel von 125.000 Dollar haben die Müllers in der Zwischenzeit erreicht. Aber das ist nur ein erster Schritt auf Pias langem Weg, Laufen zu lernen.

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