Das große Volksfest-Duell 9 Gründe, warum der Wasen die Wiesn schlägt

Mehr Besucher, mehr Festzelte, mehr Jahre auf dem Buckel - diese Superlative gönnen wir dem Oktoberfest gerne. Schließlich punktet der Cannstatter Wasen bei den wirklich entscheidenden Fakten.

1. Die Maß ist billiger

Während in München schon fast an der 11-Euro-Grenze pro Liter gekratzt wird, kostet die günstigste Maß auf dem Wasen "nur" zwischen 10,20 und 10,50 Euro.

2. Die Zelte sind innovativer

Im Wasen-Zelt kann man sich selbst auf einer riesigen Leinwand bewundern - wenn man sein Selfie dorthin sendet.

3. Der Wasen hat eine kleine Schwester

Wasen-Fans kommen doppelt so oft auf ihre Kosten wie die Wiesn-Gänger. Dank Europas größtem Frühlingsfest auf dem Cannstatter Wasen kann man hier gleich zweimal im Jahr die Sau rauslassen.

4. Der Dresscode ist entspannter

Schwäbisch-entspannt geht man auf dem Wasen mit der Kleiderordnung um. Obwohl auch hier immer mehr Besucher Tracht tragen, wird man auch in Zivil nicht schief angeschaut. Ob im Stuttgart-Trikot, in Jeans oder doch in der Lederhose und im feschen Dirndl - auf dem Wasen kann man anziehen, was man will.

5. Das Essen ist einfach besser

Maultaschen, Linsen mit Spätzle, schwäbischer Zwiebelrostbraten. PUNKT. Mehr muss nicht gesagt werden, oder?

6. Die Regeln sind lockerer

Anders als auf dem Münchner Oktoberfest darf in den Zelten des Cannstatter Volksfests noch gequalmt werden - und das dürfte zumindest die Raucher freuen.

7. Die Fahrgeschäfte sind spektakulärer

Echte Adrenalin-Junkies kommen auf dem Wasen voll auf ihre Kosten. Hier gibt es die höchste transportable Schaukel und den höchsten transportablen Freifallturm der Welt.

8. Der Standort ist attraktiver

... eben Baden-Württemberg!

9. Der Heimweg ist entspannter

Der Cannstatter Wasen bietet Deutschlands einzige "Heimweghilfe". Wer nicht mehr selbst fahren will, kann sich nach dem Wasen-Besuch im eigenen Auto nach Hause fahren lassen und bezahlt nur das Taxi für den Rücktransport des Fahrers.

Und zu guter Letzt:

Sogar die Wissenschaft gibt unseren, zugegeben, subjektiven Argumenten Recht. Die 192 Seiten lange Doktorarbeit von Andrea Hartl ("Oktoberfest und Cannstatter Volksfest. Vom Nationalfest zum Massenvergnügen") über den Wasen und die Wiesn zieht dieses Fazit: "Aber warum gerade das Oktoberfest das größte aller Feste geworden ist und das Cannstatter Volksfest auf Rang zwei rangiert, konnte noch nicht ganz geklärt werden."

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