28. Februar 2019: Tag der seltenen Krankheiten Odyssee durch die Arztpraxen

Es ist für Patienten der blanke Horror: krank sein, sich immer schlechter fühlen und kein Arzt kann sagen, was die Ursache ist. Rola Awala ging es so, bis sie in die Uniklinik Freiburg kam.

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Jährlich sterben viele Menschen, ohne dass klar wird, woran sie eigentlich gestorben sind. Mediziner gehen davon aus, dass es über 5.000 solcher seltenen Krankheiten gibt. Patienten, die Glück haben, kommen irgendwann zu Ärzten, die ihre seltene Erkrankung herausfinden. Und wenn sie noch mehr Glück haben, kann ihnen geholfen werden.

Rettung in letzter Minute

Wenn man Rola Awala heute mit ihrem Sohn sieht, man kann sich kaum vorstellen, wie schlecht es ihr vor einem Jahr ging: Sie bekam keine Luft, jahrelange chronische Entzündungen hatten ihre Lunge fast zerstört. Schließlich ging sie in das Institut für seltene Immunkrankheiten an die Uniklinik Freiburg. Als die Ärzte dort die Röntgenbilder sahen, den Zustand ihrer Lunge, hatten sie zunächst wenig Hoffnung.

Bodo Grimmbacher, Immunologe an der Uniklinik Freiburg, stellten sie bei Rola Awala eine selten Immunerkrankung fest, bei der das Immunsystem die eigene Lunge angreift. Zusätzlich hatte sich bei ihr eine Lungenentzündung breit gemacht. Verzweifelt suchte Grimmbacher und sein Team nach einer Therapie, um das Leben der allleinerziehenden Mutter zu retten. Und sie wurden fündig mit einer ungewöhnlichen Medikamentenkombination: Immunsuppressiva kombiniert mit Antibiotika. Das brachte den Wendepunkt in der Erkrankung. Seit Monaten ist Rola Awala jetzt stabil, ihre Lunge durch die lange Leidenszeit zwar geschädigt, aber ihr geht es gut. Für Rola Awala fühlt es sich an, wie ein neues Leben, sie will wieder arbeiten gehen, sich langsam zurück tasten ins Leben.

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