Wanderlust! An der Amalfiküste

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Eine Woche ist Bradley Mayhew unterwegs entlang der Monti Lattari, der Milchberge. Für anstrengende Auf- und Abstiege wird er mit grandiosen Aussichten belohnt. Die erste Station ist Positano, ein Fischerort, der in den Fünfzigerjahren vom Jetset entdeckt wurde.

Mann und Frau gehen eine Steintreppe hinab (Foto: SWR, SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions)
Bradley und seine Wanderbegleiterin SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions


Hier ist Bradley mit Anna Naclerio verabredet, seiner Wanderpartnerin. Über 1700 Stufen geht es hinauf ins Dorf Nocelle, wo der "Sentiero degli Dei" beginnt, der Weg der Götter. Spektakulär windet er sich die Steilküste entlang, bis heute genutzt von Hirten und Bauern. Bradley und Anna helfen bei der Weinlese und lernen Leonardo kennen, der mit seinem Vater traditionelle Schlaggitarren baut.

Vom Orienthandel und kostbaren Papieren


Ihren Namen hat die Küste von einem Ort, den einst der Orienthandel reich machte. Im frühen Mittelalter war die Stadt Amalfi eine Seemacht. Amalfitanische Schiffe brachten auch die Technik der Papierherstellung von der Arabischen Halbinsel. Die ersten Papiermühlen Europas standen in Amalfi, und Familie Amatruda produziert noch wie früher. Juniorchef Giuseppe bringt Bradley bei, Papier von Hand zu schöpfen.

Sfusato - Die Königin der Zitrone

Immer wieder führt der Weg durch Gemüsegärten und Zitronenhaine, in denen die amalfitanischen Sfusato-Zitronen wachsen. Sie sind hoch aromatisch und teuer. Von einem Händler erfährt Bradley das Rezept für Limoncello, den Zitronenlikör der Küste. In Ravello erkundet er Adelspaläste und streift durch den Garten der Villa Rufolo, Vorbild für den Zaubergarten in Richard Wagners Oper "Parsifal".

Wanderlust! An der Amalfiküste

Pittoreske Häuser am Meer, im Hintergrund Berge (Foto: SWR, SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions)
Die Amalfiküste wurde durch den Seehandel mit dem Orient wohlhabend. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Amalfi. Im Mittelalter eine wichtige Seemacht SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Amalfi, der Ort, der der Küste ihren Namen gab. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Reisebuchautor Bradley Mayhew an der Amalfiküste SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Der Weg der Götter bietet beste Aussichten, hier auf Positano. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Amalfi, die Häuser schmiegen sich in die Bucht und entlang der Berghänge. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Wanderwege führen entlang der Monte Lattari. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Die Monte Lattari ziehen sich entlang der amalfitanischen Küste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Beliebtes Ziel: der Dom von Amalfi. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Die Wege an der Amalfiküste werden bis heute von Bauern und Hirten genutzt. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Die Sfusato Amalfitano gilt als die beste Zitrone der Welt. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Die Amalfi-Zitrone, süß, aromatisch und die Schale ist auch essbar. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Antonio Palumbo, Zitronenbauer. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Zitronenpizza, eine Spezialität der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Minori an der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Maulesel trifft man häufig beim Wandern an der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Der Ort Ravello an der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Viele Wege an der Amalfiküste sind steil und steinig. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Auf und ab, Bradley und seine Wanderbegleiterin lernen die wichtigsten Treppen zwischen den Küstenorten kennen. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Zitronenernte an der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Die Zitronen werden an den Steilhängen von Menschenhand geerntet. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Zitronenträger an der Amalfiküste SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Bradley und Anna beim größten Zitronenhändler an der Amalfiküste. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Carlo de Riso verrät Bradley das Rezept für Limoncello. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Blick entlang der Küste bis nach Capri SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Bradley Mayhew auf der Terrasse der Unendlichkeit. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Musiker des Musikfestivals von Ravello. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Am Weg der Götter werden frisch geerntete Trauben gekeltert. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Nach dem Wandern gibt es schöne Strände zum Baden. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Positano, die Perle der Amalfiküste SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Ravello. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Bradley Mayhew mit seiner Wanderbegleiterin am Ziel in Vietri. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen
Das Ziel der Wanderung, Vietri sul Mare. SWR/LMA/AMP - Along Mekong Productions Bild in Detailansicht öffnen


Hoch oben in den Bergen verläuft die Etappe zum Fischerdorf Cetara, wo Sardellen mit Salz zu Fischsauce fermentiert werden. Nach dem römischen Rezept wird am ganzen Mittelmeer nur noch hier produziert. Der letzte Wandertag führt Bradley vor die Tore Palermos, nach Vietri sul Mare. Vom Touristengewühl hat er wenig mitbekommen, in den Bergen an der Amalfiküste atmet noch das ursprüngliche Italien.

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