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Das Bergmassiv an den Grenzen Nord-Griechenlands mit seinen 2.500 Meter hohen Gipfeln bezeichnet man auch als das Rückgrat des Landes. Es ist Heimat des Braunbärs mit hohen, schneebedeckten Berge, von Wäldern umgeben so weit das Auge reicht, unterbrochen nur von großen Seen wie dem Prespa-See.

Der 30-jährige Bienenzüchter Nikos Evangelou liebt seine Berge mit ihrer wilden Natur, auch wenn er den Honig seiner Bienen ständig vor den wilden Bären schützen muss. Sein Dorf vergleicht er mit einem Bienenvolk: Die Menschen arbeiten für die Gemeinschaft und finden so durch die Krise.

Unter den jungen Griechen ist eine Generation "Stadtflucht" entstanden, die sich in der Bergwelt Nordgriechenlands neu erfindet. Hier fand die Athenerin Melina Avgerinou nach dem Studium der Theaterwissenschaft ihre Wahlheimat, um Bärenwaisenbabys großzuziehen und auszuwildern. "Andere Länder Europas haben auch große Wälder, aber nicht so viele wilde Tiere wie wir: Bären, Wölfe... Ich bin sehr glücklich, so etwas in Griechenland zu haben", sagt sie.

Nordgriechenland: Die unbekannte Schöne

Blick in eine enge Schlucht (Foto: SWR, SWR/LMA - SWR)
Die Vikos-Schlucht wird als die weltweit tiefste im Guinessbuch der Rekorde geführt. Sie liegt in Nordgriechenland, Pindos-Gebirge. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Katherina Papaevangelou liebt Rafting im Wildfluss Voidomatis. Er fließt durch die tiefste Schlucht der Welt, dem Vikos Canyon in Nordgriechenland. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Mittelalterliche Brücken verbinden 46 Dörfer in Nordgriechenland miteinander. Sie werden Zagoria genannt, was hinter den Bergen heißt. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Papingo eins von 46 Dörfern der Zagoria im Pindosgebirge, Nordgriechenland. Zagoria bedeutet hinter den Bergen. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Nymfaio ist das schönste Dorf Nordgriechenlands -Ein Wintertraum in der nordgriechischen Provinz Makedonien. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Die Prespaseen in der Region Florina in Nordgriechenland sind die ältesten Seen Europas. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen
Wenn ein Pope Schnee schaufelt, dann ist man in Nordgriechenland. Ionannis Zezios war Schreiner in Thessaloniki und wurde Priester um ins Dorf seines Vaters zu ziehen. SWR/LMA - SWR Bild in Detailansicht öffnen

Auch der Hubschrauber-Pilot Giorgos Papaevangelou verließ Athen, um im Dorf seines Vaters über der tiefsten Schlucht der Welt Hotelier zu werden. Ein Schreiner aus Thessaloniki fand seine Berufung zum Dorf-Priester in Nymfaio, einem der schönsten Dörfer Nordgriechenlands, auch weil er Sehnsucht nach dem Schnee seiner Kindheit hatte, nach "Paprika-Kaviar" und wildem Safran.

Am Kerkini-See wurde der Geschäftsmann Vassilis, Spitzname "Pelikanos", zum Paten der mehr als 1000 Krauskopf-Pelikane, die hier überwintern."Der Pelikan hat dem Menschen schon sehr früh gezeigt, wie Flugzeuge fliegen. Hier zeigt er uns, wie sauber unser See ist."

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