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Der Riese, den sie bezwingen wollen, liegt in den südchilenischen Anden: Der gletscherbedeckte Krater des Vulkans "Sollipulli" auf 2300 Meter Höhe. Der Krater hat einen Durchmesser von vier Kilometer, die Eisschicht ist sechshundert Meter dick.


Fünf Reiter mit zehn Pferden wagen sich an die Überquerung. Es soll ein extremes Abenteuer für Mensch und Tier werden. Denn "zu Pferd hat es bisher noch keiner geschafft", sagt Mathias Boss, der früher mal KFZ-Mechaniker in Frankfurt am Main war. Heute führt er Touristen zu Pferde über die Anden und durch Vulkankrater. Der Sollipulli aber ist etwas für Experten, die neue Herausforderungen suchen.


Gespannt sitzt Mathias Boss im Sattel, schwindelerregend ist der Blick von dem schmalen Grat in der Nordflanke des Gletschers in die Tiefe. Neben Mathias Boss reiten der deutsche Gletscherspezialist Hans Saler, der argentinische Gaucho Hernán Cipriani und der chilenische Huaso Luís Orias. Werden sie die vier Kilometer schaffen über diese trügerische Eisschicht, unter der ein Vulkan schläft?

Chile - Die Vulkanreiter


Mathias Boss lebt mit seiner chilenischen Frau und den zwei Kindern in einer der schönsten Landschaften Chiles, im Seengebiet von Nordpatagonien, der so genannten "Schweiz Südamerikas", mit Flüssen vor der Haustür und einem feuerspeienden Vulkan im Hinterhof, mit wunderschönen Seen und den ältesten Bäumen der Welt, den Araukarien.


Die Farm der Familie Boss hat für die Nachbarn in der Gegend vieles verändert. Sie beteiligt die Einheimischen aus dem Volk der Mapuche am Tourismus als Lieferanten von Käse, Honig und anderen Lebensmitteln und als Führer durch ihre alte Kultur. So werden die Touren im Sattel von Chile nach Argentinien, durch die Urwälder der zweitausendjährigen Araukarien, auch zu einem Ritt in eine geheimnisvolle uralte Welt voller Überraschungen.

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