Ein Inside-Out-Projekt des französischen Fotoaktivisten JR Unter der Haut von Marseille

Ein Inside-Out-Projekt des französischen Fotoaktivisten JR Unter der Haut von Marseille

Porträt eines Studenten-Ehepaares aus Mali von 1973 auf einer Hauswand (Foto: SWR, SWR - Annette Wagner)
Porträt eines Studenten-Ehepaares aus Mali von 1973. Ihre Kinder wanderten später nach Marseille aus. Die dort geborene Enkelin brachte JR dieses Familienfoto für seine Open-Air-Ausstellung. Vor diesem eindrucksvollen Fotoplakat im sozialen Problemviertel „La Belle de Mai“ blieben viele Touristen und Bewohner stehen. SWR - Annette Wagner
Schnappschuss von JR beim Plakatieren seiner großformatigen Menschenporträts und Stadtansichten SWR - Annette Wagner
Normalerweise zeigt der Fotoaktivist sich nie ohne Sonnenbrille und Hut in der Öffentlichkeit. Doch an diesem heißen Sommertag vor der Ausstellungseröffnung in Marseille arbeitete er ‚oben ohne’. SWR - Annette Wagner
Nur selten bildet JR Menschen in realer Größe ab. Die extreme Vergrößerung von Porträtfotos ist eines seiner Markenzeichen. SWR - Annette Wagner
Plakative Stadtgeschichte: Den fröhlichen Bootsausflug von 1930 hat der Künstler aus Jux kopfüber angebracht. So wird der Himmel über Marseille zum Meer, das die Planken des Schiffchens umflutet. SWR - Annette Wagner
Einst nannte man Marseille „Tor zum Mittelmeer“. Blütezeit und Niedergang des großen See- und Auswandererhafens bilden die Fotografien ab SWR - Annette Wagner
Das Original-Foto entstand 1930 bei einer Demonstration. 2013 plakatiert, steht es auch für die Schiffsbau-Krise und den Niedergang der Marseiller Werften in den 70er Jahren.  Anfang der 90er Jahre verlagerte man die große Tabakfabrik aus dem Viertel Belle de Mai vor die Tore der Stadt SWR - Annette Wagner
Blick vom Dach der großen Tabak-Fabrik, durch deren Schließung 1990 ein Viertel der Bewohner im Marseiller Problemviertel La Belle de Mai arbeitslos wurde. Mit zunehmender Armut eskalieren hier die Konflikte zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen. Die Mittelschicht, deren Söhne hier als Erstklässler zu sehen sind, wohnt hier längst nicht mehr. SWR - Annette Wagner
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