Nadja Uhl mit "UFA"-Leuchttafel im Studio Babelsberg (Foto: SWR, SWR -)

Im Maschinenraum des deutschen Films 100 Jahre UFA

Die Ufa wird 100. Sie ist jünger als Persil und älter als Volkswagen. Die Ufa- un film allemand wie die Franzosen sagen: ein deutscher Konzern, der Filmgeschichte geschrieben hat.

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
9:15 Uhr
Sender
SWR Fernsehen
Bildcollage: General Ludendorff mit Kameras, die in Booten auf dem Wasser schwimmen - Zeichnung (Foto: SWR, SWR - Tina Pfeifer/Nina Obladen)
SWR - Tina Pfeifer/Nina Obladen

Propaganda für Kaiser und Staat

General Ludendorff nutzt die Ufa das neue Medium Film von Anfang an als Propagandainstrument für den deutschen Kaiser. In der Weimarer Republik ist die Ufa dazu da, mit innovativen Werken den deutschen Mythos zu festigen, nationale Filme schaufeln am Grab der Demokratie. Der Tonfilm macht die Ufa erst richtig groß, bevor Goebbels die totale Unterwerfung propagiert.

Konzern in turbulentem Fahrwasser

Heute glänzt die Ufa auf dem Studiogelände in Babelsberg vor allem aber mit ihren historischen Hochglanz-Mehrteilern. Der Konzern, der sich immer wieder übernimmt, für den die Deutsche Bank, Bosch und die AEG Geld locker machten, wurde mehrfach vom deutschen Staat gerettet. Wohin steuerten die Kapitäne das Schiff, welche Intrigen und Machtkämpfe spielten sich im Maschinenraum des deutschen Films ab?

Claudia Michelsen (Foto: SWR, SWR -)
Claudia Michelsen ist ein Gesicht der neuen UFA SWR -

Ein Jahrhundert deutsche Filmgeschichte

Die Dokumentation betrachtet ein Jahrhundert deutsche Filmgeschichte mit Ausschnitten aus berühmten, aber auch aus vergessenen Filmen, mit aufschlussreichem Archivmaterial und Gesprächen mit früheren Ufa-Stars wie Gunnar Möller (bis zu seinem Tod im Mai 2017 der älteste Ufa-Schauspieler) oder Mario Adorf und jungen Gesichtern wie Claudia Michelsen, aber auch mit Filmhistorikern und -kritikern.

Ein Film von Sigrid Faltin

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