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SENDETERMIN Mi, 5.6.2013 | 21:00 Uhr | SWR Fernsehen

Das Ernährungs-Experiment mit Andreas Hoppe Der Kommissar im Kühlschrank (1)

Andreas Hoppe wagt mit drei Familien aus dem Sendegebiet ein Experiment: 80 Tage lang dürfen sie nur das essen, was aus einem Umkreis von 50 Kilometern kommt. Dabei begleitet er die Familien durch Supermärkte und Hofläden, trocknet Tränen und macht Mut zum Durchhalten.

Die einzelnen Folgen

Wieso Rotwein aus Chile? Weshalb Äpfel aus Neuseeland? Die meisten Obst- und Gemüsesorten sind weiter gereist als die Menschen, die sie verzehren! Dabei müsste man doch eigentlich alles was man zum Leben braucht, direkt vor der Tür bekommen, oder etwa nicht?

Eine kleine, blasse Erdbeere, angerichtet auf dem Buffet bei Dreharbeiten im Winter brachte Schauspieler Andreas Hoppe dazu, seine Essgewohnheiten gründlich zu hinterfragen. Die Erdbeere schmeckte nach nichts und der Schauspieler fragte sich so dann, warum er denn nun eine Erdbeere im Winter essen musste, schließlich gibt es die doch dick und rot und süß von deutschen Äckern im Mai. Andreas Hoppe machte den Selbstversuch und ernährte sich ein Jahr lang regional, schrieb über seine Erfahrungen ein Buch: "Allein unter Gurken". Seither ist Andras Hoppe ein Fan regionaler Ernährung und ein Verfechter einer nachhaltiger Lebensart. Lieber auf die Suche nach Produkten in der Region gehen, als gedankenlos im Supermarkt einkaufen.

So wird Andreas Hoppe vom Tatort-Kommissar zum Kommissar im Kühlschrank. Mit drei Familien aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wagt er das Experiment erneut und stellt strenge Regeln auf. 80 Tage lang dürfen sich die Familien ausschließlich von Produkten ernähren, die aus dem Umkreis von 50 Kilometern ihres Wohnortes kommen. Gelingt ihnen das, bekommen sie zehn Punkte. Essen sie etwas von weiter her, gibt es Strafpunkte. Wer am Ende der 80 Tage die meisten Punkte erreicht hat, gewinnt den Wettbewerb. "Meine Freunde sagen, wir sind verrückt, dieses Experiment mit zu machen", berichtet Mutter Claudia Wolter aus Vallendar bei Koblenz, die nicht nur selbst auf ihren geliebten Kaffee verzichten muss, sondern zudem noch zwei Kinder hat, die das Experiment ohne Gummibärchen und Eis überstehen sollen. Ignaz Göbel plant das Experiment wie einen Marathon, mit viel Ehrgeiz und sportlichem Willen. Doch bereits am ersten Tag müssen er und Freundin Nicole ernüchtert feststellen, in ihrer Gegend gibt es so gut wie nichts was sie essen dürfen, nicht einmal das Bier aus Bitburg ist regional. Carola und Martin Thordsen aus Karlsruhe-Grötzingen haben zum Glück einen Schrebergarten, doch der wirft nur Zucchini ab. Nichts für die anspruchsvolle Carola, die jeden Tag etwas anderes auf dem Teller haben muss.

Wie werden sich die drei Familien während der 80 Tage schlagen? Was werden sie alles entdecken? Wie erfinderisch müssen sie sein und warum purzeln bei allen die Pfunde?
Andreas Hoppe steht den Familien in den 80 Tagen nicht nur mit Rat und Tat zur Seite, sondern er ermittelt auch. Sind die Pommes einer Fast-Food-Kette wirklich regional, so wie es die Werbung suggeriert? Warum kann man heutzutage nicht einfach zum Bauern fahren, um eine Kanne Milch zu kaufen und wo bekommt man eigentlich Fleisch von "glücklichen" Tieren? Hoppe hat die Antworten.



Folge 1:

Familie Wolter-Langewort

Familie Wolter-Langewort

In der ersten Folge wird den Teilnehmern schnell klar: Diese 80 Tage werden kein Zuckerschlecken! Claudia Wolter aus Koblenz, die das Experiment mit Mann und zwei Kindern wagt, fürchtet sich vor dem ersten Tag ohne Kaffee, ihrem "Lebenselixier", während Martin und Carola Thordsen aus Karlsruhe mit Sorge auf 80 Tage ohne Pfeffer und Cola blicken.

Familie Göbel-Hammes

Familie Göbel-Hammes

Einzig Ignaz Göbel aus Bitburg, der mit seiner Freundin Nicole Hammes an den Start geht, zeigt furchtlosen Ehrgeiz: "Das Ziel ist die volle Punktzahl!" Ob Freundin Nicole, eingefleischter Fastfood-Liebhaber, da mitziehen kann?

Und dann geht es ans Eingemachte: Die Familien müssen alle Lebensmittel aussortieren, die nicht aus dem Umkreis von 50 Kilometer kommen - und es bleibt erschreckend wenig übrig. Und im Supermarkt macht Claudia aus Koblenz eine ernüchternde Feststellung.

Familie Thordsen

Familie Thordsen

Dorthin begibt sich auch Andreas Hoppe, der ein regelrechtes Wirrwarr bei den "regional"-Kennzeichnungen aufdeckt. Doch bei allen Unwegsamkeiten, die die Teilnehmer erwarten, freuen sich Carola und Martin Thordsen auch auf positive Nebeneffekte: "Wir hoffen, das eine oder andere Kilo zu verlieren!" Ob der Wunsch in Erfüllung geht?