Herbstgras  (Foto: IMAGO, imago stock&people)

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Gräser, die der Hitze trotzen

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AUTOR/IN
Kirsten Becker

Sie lieben Ziergräser? Ziergräser können auch trockene und heiße Perioden überleben, denn der nächste heiße Sommer kommt bestimmt. Nutzen Sie jetzt die Pflanzzeit!

Der nächste Sommer kommt bestimmt. Wer sich Stress auf dem eigenen Grundstück ersparen will, der passt seinen Garten dem Klimawandel an und sorgt dafür, dass er sich weitestgehend selbst tragen kann.

Spezialisierte Gärtnereien haben die Zeichen der Zeit erkannt und setzen auf die Kultur von Gräsern. Denn mit Gräsern lassen sich attraktive Gärten gestalten. Sie beleben Beete mit ihren filigranen Strukturen.

Im Herbst färben sie unseren Staudengarten in natürliche Grün-, Gelb-, Braun- und Rottöne. Die Blütezeit, der jährliche Höhepunkt ihrer Entwicklung, ist bei den meisten Gräsern im Spätsommer oder Herbst.

Beispielhaft sind vier Grasarten beschrieben:

Der Atlas-Schwingel

Atlasschwingel (Foto: IMAGO, imago stock&people)
Der Atlasschwingel (Festuca meirei)

Der formschöne Atlas-Schwingel stammt aus dem nordafrikanischen Gebirge. Er ist mit einer Höhe von 60 bis 100 cm einer der größten innerhalb der Gattung und eignet sich deshalb auch gut als Solitärgras.

Wertvoll ist er auch wegen der frühen Blüte und der graugrünen Blätter, die sich zum Winter hin beige verfärben und elegant bogenförmig überhängen. Einzeln oder in kleinen Gruppen gepflanzt, eignet er sich bestens dazu, sonnige Beete, insbesondere Steppenpflanzungen, zu strukturieren.

Der Schaf-Schwingel

Echter Schaf-Schwingel (Foto: IMAGO, imago stock&people)
Schaf-Schwingel (Festuca ovina)

Zu seinen kleineren Brüdern mit einer Höhe von 20 bis 60 Zentimetern zählt der Schaf-Schwingel. Die in Europa und Asien verbreitete silberblaue Art kommt am Naturstandort auf nährstoffarmen, sauren Böden vor.

Es gibt verschiedene Sorten, doch die Auslese 'Eisvogel' von Karl Partsch entwickelt feste Horste und hält die blaugrüne Farbe über den ganzen Herbst hinweg. Die recht kompakte Sorte macht sich auch gut im Topf oder in kleinen Pflanzgefäßen ab drei Liter Erdvolumen für Balkon und Terrasse.

Das Herbst-Kopfgras

Herbstgras  (Foto: IMAGO, imago stock&people)
Herbst-Kopfgras (Sesleria autumnalis)

Das wärmeliebende, gut Trockenheit vertragende Herbst-Kopfgras blüht spät mit dekorativem frischgrünem Laub und horstigem Wuchsform. Es ist sehr robust!

Dieses fast ganzjährig dekorative Gras ist locker eingestreut ein stabiles Element in Staudenpflanzungen, lässt sich aber prima auch flächig verwenden. Es wird 30 bis 50 cm hoch.

Das Engelhaar oder Federgras

Federgras (Foto: IMAGO, IMAGO/eaglesky)
Federgras (Stipa tenuissima)

Wenn man die Blüte des Engelhaars bzw. des zarten Federgrases sieht, versteht man, wie der Satz: "Gras ist das Haar der Mutter Erde", entstanden sein könnte. Schon das Laub ist haarfein und wiegt sich sacht im Winde hin und her. Dazu gesellen sich feinste flauschige Blütengrannen, die sich von silbrig-grün zu goldgelb verfärben und locker über dem Laub stehen!

Dieses aus Patagonien, aber auch aus Texas und Mexico stammende Gras ist eher kurzlebig, versamt jedoch überreich! Im Frühjahr bitte keinen Rückschnitt vornehmen, sondern nur die abgestorbenen Halme auskämmen. Es ist sehr tolerant gegen Trockenheit, doch empfindlich bei Nässe - also gut geeignet für durchlässige und sandige Böden.

Schwere, lehmige Böden sollten unbedingt mit Sand aufgelockert bzw. abgemagert werden. Schön zur Geltung kommt das Gras in größeren Gruppen, aber auch eingestreut in Plattenfugen. Sehr poetisch in Pflanzgefäßen ab fünf Liter Erdvolumen.

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