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Wie viel Salz ist zu viel, wie unterscheiden sich die einzelnen Salzarten und was ist eigentlich von Gewürz- und Kräutersalzmischungen zu halten? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Wo kommt das Salz eigentlich her?

Das ganze Salz auf der Erde kommt aus dem Meer – ob Alpensalz, Kochsalz oder Himalayasalz. Vor ca. 4 Milliarden Jahren werden aus dem Erdinneren die chemischen Elemente für die Salzbildung an die Erdoberfläche befördert. Die Atmosphäre kühlt ab und es regnet viele Millionen Jahre. Durch den Regen werden die Salze auf der Erde zum Urmeer transportiert. Mit der Zeit verdunsten einige Meere und die Salze setzen sich ab. Unter dem hohen Druck der verschiedenen Schichten über dem Salz entstehen die Salzstöcke.

Was ist der Unterschied zwischen Meer- und Steinsalz?

Pinkes Himalaya-Salz und Meersalz liegt auf dem Tisch (Foto: Colourbox)

Meersalz wird in der Regel in Salzgärten gewonnen. Das Meerwasser verdunstet in den angelegten Becken und zurück bleibt zu einem großen Anteil das Natriumchlorid – das gewonnene Meersalz wird mehrmals gereinigt. Aus ca. 1.000 Liter Meerwasser können somit 20-25 kg Salz gewonnen werden.

Früher wurde Steinsalz tief aus der Erde transportiert und mühsam aus den Steinbrocken gemeißelt. Heute werden die tief in der Erde liegenden Salzdepots mit Sprengungen erschlossen. Die Steinsalzbrocken werden dann fein gemahlen und gereinigt.

Wie viel Salz gilt als empfehlenswert?

Frau würzt mit Salz (Foto: Colourbox)

Pro Tag sollten es nicht mehr als 5 g Kochsalz sein. Das empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Hier ist das Salz in Speisen, Getränken und das selbst zugefügte Kochsalz gemeint. Bei einer Fertigpizza hätte man z. B. schon den Tagesanteil von einem Teelöffel Salz (ca. 5 g Salz) gedeckt.

Bei vielen Menschen führen hohe Salzmengen in Lebensmitteln bzw. ein hoher Salzkonsum zu einem hohen Blutdruck. Auch andere Krankheiten wie z. B. Osteoporose oder Rhema werden in Verbindung gebracht. Hier gibt es jedoch noch keine eindeutigen wissenschaftlichen Belege. Der Körper ist auf den hohen Salzkonsum nicht vorbereitet und speichert Salz und somit auch Wasser im Körper – der Blutdruck steigt. Eine gemüsereiche und salzneutrale Ernährung wirkt durch den hohen Kaliumanteil steigendem Blutdruck entgegen.

Zusätze wie Jod (zur Vorbeugung einer Schilddrüsenunterfunktion) und Fluorid (zur Vorbeugung von Karies) im Speisesalz werden wissenschaftlich befürwortet.

Was ist von Gewürzsalzen zu halten?

Salz mit Rosmarin (Foto: Colourbox)

Bei allen Gewürz- und Kräutersalzmischen gilt der kritische Blick auf die Zutatenliste. Hier sollten nur Salz und Kräuter enthalten sein! Nicht empfehlenswerte Mischungen enthalten geschmacksbeeinflussende Zutaten wie z. B. Stärke, Zucker, Aromen und Geschmacksverstärker. Die Geschmacksverstärker, wie z. B. Mononatriumglutamat oder auch das nicht als Zusatzstoff deklarationspflichtige Hefeextrakt, beeinflussen den natürlichen Geschmack der Speisen massiv. Desweiteren kommt es zu gesteigertem Hunger und vor allem bei Kindern zu einer falschen Geschmacksprägung von natürlichen Lebensmitteln. In meiner Praxis erlebe ich auch viele Unverträglichkeiten primär im Magen-Darmtrakt bezüglich einer zusatzstoffreichen Ernährung.

Salzgehalt in Wurst und Käse

Salzgehalt in Wurst und Käse (Foto: SWR)

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