Beeren lassen sich gut einfrieren (Foto: Colourbox)

Haushalt

Vorräte richtig einfrieren

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Bei vielen Obst- und Gemüsesorten steht die Erntezeit an. Einfrieren ist eine gute und gesunde Methode, um sie haltbar zu machen. Wir zeigen, worauf Sie achten müssen!

Einfrieren ist eine der gesündesten Methoden, Obst und Gemüse zu konservieren. Tiefgefrorenes Gemüse hat viele Vitamine, zum Teil sogar mehr als frisches Gemüse aus dem Supermarkt. Das liegt auch daran, dass es erntefrisch eingefroren wird und nicht erst in den Supermarkt transportiert und dort möglicherweise tagelang gelagert wird.

Wenn man Obst und Gemüse einfriert, kann man auch sparen. Erdbeeren und Spargel zum Beispiel werden zum Ende der Saison viel billiger angeboten. Dann kann man einen kleinen Vorrat anlegen und den Gefrierschrank wieder auffüllen.

Diese Obst- und Gemüsesorten lassen sich gut einfrieren

Beeren lassen sich gut einfrieren (Foto: Colourbox)

Alle Beeren, Kirschen, Zwetschgen und ähnliche Sorten lassen sich gut einfrieren. Wässrige Früchte wie Mandarinen und Weintrauben eignen sich nicht. Erbsen, Bohnen und Karotten sollte man vorher kurz in Salzwasser blanchieren, dann sterben die Enzyme ab und sie bleiben länger haltbar. Spargel wird nicht blanchiert, da er sonst zu viel Geschmack verliert.

So lange hält sich eingefrorenes Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch

Die Temperatur sollte bei minus 18 Grad liegen. Dann gilt:

  • Obst und Gemüse: 6 bis 8 Monate, eventuell sogar länger
  • Rindfleisch: 1 Jahr
  • Schweinefleisch: ein halbes Jahr
  • Geflügel und Fisch: einige Monate
  • Nicht so lange haltbar ist Hackfleisch, da sind es wenige Wochen. Das liegt auch am Fettgehalt. Je mehr Fett, desto kürzer ist die Haltbarkeit.

Gefrierbrand verhindern

Gerade beim Fleisch kann es vorkommen, dass die eingefrorenen Stücke nicht mehr so appetitlich aussehen. Wenn das Fleisch grau und rissig ist, ist das ein typischer Fall von Gefrierbrand. Zu den kleinen Eiskristallen auf dem Gefriergut kann es auch durch Temperaturschwankungen kommen – etwa beim Transport oder wenn der Gefrierschrank geöffnet und wieder geschlossen wird. Gefrierbrand sieht nicht so schön aus und kann auch den Geschmack beeinträchtigen, ist aber völlig ungefährlich!

Gefriergut möglichst luftdicht verpacken!

Man sollte immer versuchen, das Gefriergut möglichst luftdicht zu verpacken, also die Luft rausstreichen und dann den Beutel schließen. Sehr gut funktioniert das auch mit einem Topf mit Wasser: Dazu den Beutel am Rand festhalten und langsam in das Wasser gleiten lassen. Der Wasserdruck presst nun die Luft aus dem Beutel. Wenn der Zippverschluss die Wasser-Linie erreicht, den Beutel vollständig verschließen. Wer ganz sicher gehen will, verwendet ein Vakuumiergerät.

Geeignete Behälter zum Einfrieren

In Gefrierbeutel lässt sich fast alles einpacken. In Gefrierbeuteln mit Zippverschluss lassen sich auch Flüssigkeiten einfrieren, etwa Suppen oder Saucen. Den leeren Beutel einfach in eine kleine Rührschüssel stellen, den Rand umstülpen und dann einfüllen.

Wer auf Wergwerfartikel aus Plastik verzichten möchte, kann auch Gefrierbeutel aus sogenannten PUR-Stoffen verwenden. Das sind recycelte Polyesterstoffe, die beschichtet und dadurch wasserdicht sind. Der Vorteil: Man kann sie in der Waschmaschine waschen.

Gut geeignet für Flüssiges sind auch Schraubgläser, zum Beispiel Marmeladengläser. Am leichtesten lassen sich die Gläser befüllen, die sich nach oben hin nicht verjüngen. Die sollte man nur zu zwei Dritteln befüllen, weil sich Flüssigkeiten beim Einfrieren ausdehnen.

Gefrierboxen aus Plastik lassen sich stapeln, sind bruchsicher und leicht. Besonders nachhaltig sind Edelstahlboxen.

Ausgediente Speiseboxen, etwa von Eis oder Joghurt, sind für heiße Speisen nicht geeignet, Weichmacher treten aus.

Grundsätzlich gilt: Achten Sie auf das Schneeflocken-Zeichen. Dann sind die Behälter gefriergeeignet und frostfest.

Brot und Brötchen müssen nicht unbedingt in einen Gefrierbeutel. Kurzfristig - also für ein paar Wochen - geht das auch in der Bäckertüte oder in einem Baumwollbeutel. Auch Bienenwachstücher können zum Einfrieren von Brot verwendet werden.

Kann man Aufgetautes wieder einfrieren?

Verderbliche Lebensmittel wie Fleisch oder Fisch sollten Sie nicht wieder einfrieren, sondern möglichst schnell verzehren. Fleisch und Fisch immer langsam auftauen lassen, am besten über Nacht im Kühlschrank. Gemüse, Brot und Backwaren kann man wieder einfrieren. Die Qualität leidet allerdings.

Tipp: Kräuter einfrieren

Eiswürfelbehälter – aus Kunststoff oder Edelstahl – eignen sich sehr gut, um Kräuter einzufrieren.

  • Einzelne Minze-Blättchen in Wasser gefroren ergeben tolle Eiswürfel zum Kühlen und Aromatisieren von Getränken.
  • Gehackte Kräuter in Olivenöl im Eiswürfelbehälter einfrieren und dann zum Kochen oder für einen Salat verwenden. Das funktioniert auch mit Muffin-Förmchen aus Silikon.

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