Verhinderungspflege: Frau hält die Hand einer älteren Frau (Foto: Colourbox, Kzenon)

Sechs Wochen im Jahr werden bezahlt

Verhinderungspflege - eine kleine Auszeit für pflegende Angehörige

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Peter Mühlfeit

Wer seine Angehörigen pflegt, braucht auch einmal eine Auszeit - für Urlaub, bei Krankheit oder einfach auch nur einmal für ein paar Stunden. Dafür gibt es die Verhinderungspflege.

 

Es ist wichtig, dass private Pflegepersonen die Möglichkeit bekommen, neue Kraft zu schöpfen. Auf welche Weise sie dies tun, entscheiden sie selbst. Über die sogenannte Verhinderungspflege können sich Hauptpflegepersonen stundenweise, tageweise und wochenweise vertreten lassen. 

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Verhinderungspflege - die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Die Pflegekasse übernimmt nachgewiesene Kosten der Verhinderungspflege (Ersatzpflege) für maximal sechs Wochen pro Jahr.
  • Voraussetzung ist, dass jemand bereits sechs Monate vorher zuhause gepflegt wurde.
  • Zu dem Zeitpunkt, an dem Betroffene die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen wollen, müssen sie mindestens den Pflegegrad 2 haben.
  • Die Pflegekasse übernimmt Kosten bis zu 1.612 Euro je Kalenderjahr, falls die Verhinderungspflege von einem Pflegedienst oder "Nicht-Verwandten" übernommen wird.
  • Wenn die Ersatzpflege von Personen übernommen wird, die mit dem Pflegebedürftigen in häuslicher Gemeinschaft wohnen oder bis zum 2. Grad mit ihm verwandt oder verschwägert sind, gibt es weniger Geld.
  • Das Pflegegeld wird während der Verhinderungspflege mindestens zur Hälfte weiter gezahlt.
  • Wer mehr Geld braucht, kann auch bis zu 806 Euro Kurzzeitpflegebudget verwenden.

Ausführliche Information zur Verhinderungspflege finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale.

Frau mit Krücken geht spazieren (Foto: Colourbox)

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Peter Mühlfeit