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Schon mit ein paar kleinen Veränderungen können wir unseren Haushalt umweltbewusster gestalten. Verzicht auf Plastik, Chemie und die Reduzierung des CO-2 Ausstoßes sind einfacher, als man denkt.

Mit der Waschmaschine

Dosierung

Ein Behälter liegt auf einem Waschpulver. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Der große Chemieeintrag von Wasch- und Reinigungsmitteln erfordert eine genaue Dosierung des Waschmittels. Notfalls die einmal abgewogene Menge im Dosierbecher markieren. Spart bis zu 12 Waschmaschinenfüllungen pro 5,5 kg Pack. Spart Geld und Chemie. Noch besser und auf die entsprechenden Härtegrade abgestimmt geht es mit einem Baukastensystem, das die individuelle Dosierung ermöglicht. Auch ein Blick auf die Inhaltsstoffe schont die Umwelt.

Füllgrad

Mann packt Wäsche in die Waschmaschine: Sind Hygienespüler sinnvolle Helfer gegen Viren und Bakterien? (Foto: Colourbox)

Die Waschmaschine immer ganz füllen. Eine Handbreit sollte in der Wäschetrommel noch Platz haben. Spart Strom und Wasser

Temperatur:
Wäsche nicht zu heiß waschen. Eine Keimreduzierung erfolgt in der Regel bereits bei 60 Grad und mit einem guten Vollwaschmittel. Der Wäschewechsel findet heutzutage öfters statt. Darum reichen oft auch niedrigere Temperaturen.

Weichspüler und Flüssigwaschmittel

Hand kippt Weichspüler ins Fach der Waschmaschine (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture-alliance / dpa Themendienst -)
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Enthalten meist umweltschädliche Substanzen. Das Waschergebnis bei Waschpulver ist nachweislich besser und wer Handtücher im Wäschetrockner trocknet, benötigt keinen Weichspüler. Alternativ kann man auch 60ml Haushaltsessig zur Wäsche geben oder für den Duft ätherische Öle (20-30 Tropfen) verwenden.

Bereich Reinigen

Vier unterschiedliche bunte Flaschen Glasreiniger in Nahaufnahme. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Chemie
Aggressive Chemiekeulen schaden der Umwelt. Ein gutes Reinigungsergebnis kann auch mit Hausmitteln erreicht werden. Zitronensäure gegen Kalk, Soda gegen Fett und Natron als Geruchskiller und bei vielen Schmutzarten. Selbstgemachte Reiniger sparen nicht nur Geld, sondern auch Plastikverpackungen und Chemie Für einen guten Fettreiniger in der Küche, einen halben Liter Wasser mit einer Verschlusskappe flüssigen Waschsoda vermischen und in eine Sprühflasche umfüllen. Nach etwas Einwirkzweit nimmt es jeden Fettschmutz.

Mechanik:
Ein gutes Reinigungsergebnis ist auch von einer sinnvollen Mechanik abhängig. Edelstahlknäuel für Töpfe und Backöfen und Microfasertücher für unempfindliche Oberflächen haben eine hohe Schmutzlösekraft und kommen ganz ohne Chemie aus.

Beim Geschirrspülen

Mann drückt auf Knopf an der Spülmaschine (Foto: Colourbox, Model Foto: Colourbox.de -)
Model Foto: Colourbox.de -

Der Wasserverbrauch beim Handspülen ist höher als bei dem Gebrauch einer Geschirrspülmaschine. Laut einer Studie der Universität Bonn braucht das Spülen mit der Maschine im Durchschnitt 50 Prozent weniger Wasser und 28 Prozent weniger Energie als Handspülen. Doch Achtung: ein grobes Entfernen der Speiserest mit einem Teigschaber reicht aus. Gutes Vorspülen unter laufendem Wasser gegen die Wasserersparnis stehen. Chemie: Für die Maschine lieber Pulver, Salz und Klarspüler einzeln nachfüllen. Fertige Multifunktionstabs haben meist noch eine eigene Folie und eine individuelle Dosierung ist nicht möglich. Auch hier lohnt sich ein Blick auf die Chemie. Phosphatfreie Mittel sind der Umwelt zuliebe zu bevorzugen.

Im täglichen Küchenbetrieb

Folien:
Unendlich viele Meter Frischhaltefolie werden in unseren Haushalten verwendet. Es geht auch anders und spart wertvolle Ressourcen. Lebensmittelreste in Porzellanschüsseln einfach mit einem Teller abdecken oder ein Bee Wrap Papier verwenden. Diese Papiere kann man im Internet kaufen oder sogar selbst herstellen. Dafür 4 Teelöffel flüssiges Bienenwachs mit 1 Teelöffel Jojobaöl mischen und auf ein Baumwolltuch, das auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech liegt, verteilen. Backofen auf 90 Grad erhitzen. Immer wieder herausnehmen und mit einer Teigkarte den Stoff von überschüssiger Flüssigkeit befreien. Anschließend trocknen lassen. Das Jojobaöl sorgt für die Geschmeidigkeit des Bee Wraps.

Wasser kochen:

Wasserkocher aus Glas (Foto: Colourbox)

Kleine Mengen Wasser aufkochen in einem Topf gehört zu den Stromfressern. Lieber die benötigte Menge im Wasserkocher erhitzen

Verpackung:
Schon beim Einkaufen wiederverwendbare Netze verwenden. Das hält den Plastikmüll deutlich in Grenzen

Müllbeutel:
Müllbeutel, die biologisch abbaubar sind, auswählen

Küchentücher

Hier können alte Stofflappen, Geschirrtücher oder wiederverwendbare Baumwollküchentücher eingesetzt werden. Nicht jeder Klecks braucht gleich ein Papierküchentuch

In unserer Freizeit

Sandwich in einer Lunchbox (Foto: Colourbox)

Es fallen täglich Unmengen an Coffee to go Bechern und Verpackungsmaterial für Snacks an. Das Eigene Lunchboxen und Kaffeebecher schonen die Umwelt und wer es von zu Hause mitnimmt auch den Geldbeutel.

Die fünf wichtigen Tipps noch einmal zusammen gefasst:

  • Beim Waschen auf die richtige Dosierung achten.
  • Hausmittel Zitronensäure, Natron und Soda verwenden, anstatt Chemie benutzen
  • Geschirr in der Maschine spülen. Essensreste nur grob entfernen, nicht spülen
  • Bee Wraps verwenden und auf Frischhaltefolie und Alufolie verzichten
  • Essen und Trinken unterwegs in eigenen Behältern
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