Biotonne- was darf rein und was darf nicht rein? (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Jan Woitas)

Wenn es wärmer ist

Tipps für eine saubere Biotonne - auch im Sommer

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Diana Stier

Dank der Biotonne können Küchen- und Gartenabfälle entsorgt und als Dünger verwertet werden. Doch je höher die Temperaturen steigen, desto unangenehmer riecht der Biomüll. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich die Biotonne auch im Sommer sauber halten.

Tipp 1: Feuchtigkeit in der Biotonne vermeiden

Je trockener der Biomüll ist, desto weniger Probleme wird er bereiten. Legen Sie auf dem Boden der Tonne Zeitungspapier, eine Komposttüte oder Strauchschnitt aus. Dadurch wird die Feuchtigkeit der Lebensmittel aufgesaugt und Abfälle bleiben nicht am Boden des Mülleimers kleben.

Tipp 2: Gerüche eindämmen, aber wie?

Küchenabfälle wie Kartoffelschalen oder Kaffeesatz können einen unangenehmen Geruch verbreiten. Um Geruchsbelästigungen zu vermeiden, wickeln Sie die Küchenabfälle vor dem Wegwerfen in Zeitungspapier ein. So wird dem Abfall Feuchtigkeit entzogen und der Geruch eingedämmt.

Tipp 3: Küchenmüll regelmäßig leeren

Bei normalen Temperaturen reicht es, den Küchenmüll alle zwei bis drei Tage in die größere Biotonne zu werfen. Im Hochsommer sollte er täglich geleert und gereinigt werden. Säubern Sie dazu die Biotonne nach jeder Entleerung mit klarem Wasser und lassen Sie diese vor der nächsten Nutzung gut trocknen.

Tipp 4: Biontonne schattig platzieren

Im Sommer beschleunigen Wärme und Feuchtigkeit den Zersetzungsprozess. Es können sich Maden, Fliegen oder sogar Schimmelpilze entwickeln. Achten Sie deshalb auf einen möglichst kühlen, trockenen und schattigen Standort für Ihre Biotonne. Zusätzlich sollten sowohl der Bio-Küchenmüll, als auch die Biotonne immer geschlossen sein.

Tipp 5: Biomüll richtig trennen

Über die Biotonne darf ausschließlich biologisch abbaubarer Müll entsorgt werden. Das sind Abfälle aus Haushalt und Garten, die von Mikroorganismen, Lebewesen und Enzymen abgebaut werden können.

Vorsicht bei "Bio"-Plastiktüten

Hersteller werben mit "Bio"-Plastiktüten, die kompostierbar seien oder sich schnell biologisch abbauen. Doch die Kunststoff-Müllbeutel sind umstritten.

Genau wie normale Plastiktüten werden sie meist als Störstoff entfernt. Sie landen samt Inhalt in der Verbrennung, weil sie sich an der Verwertungsanlage nicht mehr von normalen Plastiktüten unterscheiden lassen.

Außerdem zersetzen sie sich nicht ausreichend schnell und gefährden deshalb die Qualität des Komposts. Deswegen: Am besten Biomüll ohne Tüte, mit Papiertüten oder etwas Zeitung sammeln.

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