Frau pflanzt ein Baum (Foto: SWR)

So geht's richtig

So wachsen Ihre Sträucher und Bäume optimal an

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Damit Pflanzen widerstandsfähig werden, ist es wichtig, dass die Startbedingungen stimmen. Je besser die sind, desto kräftiger, üppiger und schöner werden die neuen Gartenbewohner wachsen. Und umso besser überstehen sie auch mal trockenere Zeiten.

Die entscheidenden Knackpunkte für einen guten Start

Das Prinzip ist immer das gleiche, egal ob es sich um Stauden, Gehölze oder Bäume handelt.

1. Abstandsbestimmungen klären          

Achtung bei Bäumen und Gehölzen - die Regelungen, wie weit ein Baum von der Nachbarsgrenze entfernt sein muss, können von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich sein. Informieren Sie sich deshalb, welcher Pflanzabstand in Ihrem Wohnort gilt, sonst kann es womöglich Ärger geben!

2. Das Pflanzloch

Das Pflanzloch sollte, damit sich die Wurzeln gut ausbreiten können, im Durchmesser ca. doppelt so groß sein wie der Wurzelballen der Pflanze.

3. Bodenverbesserung

Pflanzerde (Foto: IMAGO, Bildnummer: 0100659391)
Bildnummer: 0100659391

Der ideale Gartenboden ist locker, krümelig, gut durchlüftet, nährstoffreich und speichert das Wasser gut. Die wenigsten Gartenböden sind von Haus aus so ideal. Je nachdem überwiegt oftmals der Anteil an Sand, Lehm oder Ton. Durch entsprechende Beigaben kann aber fast jeder Boden verbessert werden. Eine gute Idee ist immer Kompost, in einen schweren Boden kann zusätzlich Sand eingearbeitet werden. Ausgelaugten Böden gibt ein Bodenaktivator aus organischem Material wieder neue Kraft.

4. Vorschlämmen des Pflanzlochs und Vorwässern des Wurzelballens

Es gilt die Faustregel: Je optimaler die Erde das Wurzelwerk des neuen Pflanze umgibt, desto besser wird sie anwachsen und desto besser sind ihre Chancen, sich gesund zu entwickeln. Großzügiges Einschlämmen direkt nach der Pflanzung ist daher ein absolutes Muss. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schlämmt zudem schon vor dem Pflanzen das Pflanzloch ein und wässert den Wurzelballen der Pflanze. Das ist zwar eine etwas schlammig-nasse Angelegenheit, die Pflanze jedoch wird es Ihnen danken!

5. Ballen ins Pflanzloch einstellen

Grundsätzlich muss beim Pflanzen die Oberkante des Ballens ebenerdig zum Boden verlaufen, sonst fault der Stamm. Trotzdem stellt man den Ballen erst einmal etwas tiefer ein, gibt am Rand Substrat dazu (zum Beispiel ein Kompost-Bodenaktivator-Gemisch) und „schüttelt“ die Pflanze quasi „hoch“ (bei Stauden etwas behutsam vorgehen), bis die richtige Höhe erreicht ist. So verteilt sich das Kompostgemisch optimal um die Wurzeln herum.

6. Einschlämmen

Baum wird nach Anpflanzung gewässert (Foto: Colourbox, Vadym Zaitsev)
Vadym Zaitsev

Spätestens jetzt sollten Sie den Wurzelballen der Pflanze richtig gut einschlämmen. Lassen Sie dabei viel Wasser über längere Zeit direkt in den Ballen laufen, bis dieser richtiggehend vollgesogen ist. So unterstützen Sie die Pflanze für eine optimale Wurzelbildung. Das Einschlämmen benötigt im ersten Moment zwar viel Wasser, zahlt sich aber langfristig aus.

Achten Sie generell darauf, die neue Pflanze in der Anfangszeit regelmäßig und ausreichend zu gießen.

Tipp: Bei größeren Gehölzen oder bei Bäumen empfiehlt sich das Anlegen eines Gießrandes - er sorgt dafür, dass das Gießwasser tatsächlich direkt an die Wurzeln und tief ins Erdreich kommt und nicht an der Oberfläche nach außen hin abfließt. Der Gießrand sollte ungefähr ein Jahr lang bestehen bleiben – danach kann er eingeebnet werden.

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