Joggen in den Bergen  (Foto: istock photo/666696560)

Schön sauber

Sport- und Wanderschuhe richtig pflegen

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Wanderschuhe müssen in Ihrem Leben so einiges mitmachen. Regen, Sonne, Matsch und Staub sollten Ihnen nichts ausmachen. Dafür braucht es aber auch eine regelmäßige Pflege.

Wanderschuhe pflegen

Wanderschuhe brauchen in erster Linie eine gute Pflege, damit sie nicht nur lange halten, sondern auch durch Elastizität keine Blasen an den Füßen verursachen. Eine grobe Reinigung nach jeder intensiven Benutzung ist wichtig. Am besten mit einer Bürste den groben Dreck entfernen und anschließend mit einem feuchten Schwamm oder einer weichen Bürste und einer milden Shampoo-Wasser-Lösung nacharbeiten, je nach Materialverträglichkeit.

Meist sind Wanderschuhe aus Leder und das Futter besteht aus einem Membrangewebe. Damit das Leder nicht austrocknet, wird es zur Pflege nach der Reinigung mit einem entsprechenden Lederwachs bearbeitet. Das Produkt sollte auf die Schuhmaterialien abgestimmt sein.

Das Innenfutter ist besonders empfindlich und sollte daher nur mit einer weichen Bürste behandelt werden. Unterwegs sollten die Sohlen über Nacht zum Trocknen herausgenommen werden.

Wanderschuhe  (Foto: Colourbox, SWR)

Sportschuhe reinigen

Für eine schonende Reinigung sind weiche Tücher geeignet, die keine Kratzer hinterlassen. Flecken auf Leder lassen sich mit einer handwarmen Lauge mit Lederseife entfernen, bei anderen Materialien eignen sich Feinwaschmittel oder Shampoo. Zuerst den groben Schmutz entfernen, dann das Obermaterial des Schuhs reinigen und zum Schluss die Ränder und Kappen. Mit einem Schmutzradierer und etwas Vollwaschmittel bekommt man die Ränder blitzschnell wieder weiß.

Füße einer Gruppe Jogger im Wald. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Thinkstock -

Turnschuhe in die Waschmaschine?

Stark verschmutzte Turnschuhe aus Stoff oder waschbaren Textilien können Sie in der Waschmaschine waschen. Schnürsenkel und Einlegesohlen aus den Schuhen nehmen und zusammen mit den Schuhen in einem Wäschebeutel bei max. 30°C waschen. Höhere Temperaturen könnten das Material zum Einlaufen bringen. Zudem sollte die Schleuderdrehzahl nicht höher als 600 Umdrehungen betragen. Es eignet sich das Feinwaschprogramm mit Vollwaschmittel, aber ohne Weichspüler.

Aber: Zu häufiges Waschen in der Waschmaschine lässt Material und Dämpfung der Schuhe mit der Zeit leiden. Absolut tabu ist der Wäschetrockner. Hier würden die hohen Temperaturen die Sohlen und Verklebungen schädigen. Zum Trocknen mit Zeitungspapier ausstopfen, damit sie ihre ursprüngliche Form behalten, und bei Zimmertemperatur trocknen lassen (nicht auf der Heizung!).

Temperatur an Waschmaschine einstellen  (Foto: Colourbox)

Was hilft bei Schweißgeruch in den Schuhen?

Das Tragen von Socken hilft in erster Linie gegen schwitzende Füße. Barfußläufer*innen verwenden am besten entsprechende Einlagen, die atmungsaktiv und tragefreundlich sind. Diese Einlagen werden regelmäßig ausgetauscht und nach Möglichkeit in der Waschmaschine gewaschen.

Für hartnäckigen Schweißgeruch eignen sich auch entsprechende Hygienesprays für Schuhe. Wer auf Sprays verzichten möchte, kann auch Natron pur in den Schuh streuen, über Nacht einwirken lassen und am nächsten Tag mit einem Staubsaugerrohr heraussaugen oder ausklopfen. Eine weitere Möglichkeit ist ein selbst hergestelltes Spray.

Textil- und Schuhspray selber machen

  • 200 ml destilliertes Wasser
  • 1 TL Natron
  • 20 ml Wodka
  • 5-8 Tropfen ätherisches Öl

Alle Zutaten in eine leere Sprühflasche füllen.

Imprägnieren

Das Imprägnieren schützt Schuhe nicht nur vor Wasser, sondern auch vor Schmutz. Bei der Auswahl des richtigen Produkts muss auch auf die Eignung des jeweiligen Obermaterials des Schuhs geachtet werden.

Imprägnier-Sprays bilden bei Textilschuhen eine wasserundurchlässige Schicht im Inneren des Materials. Eine Ausnahme bilden Nanoartikel, die die schützende Schicht an der Materialoberfläche bilden.

Um eine Belastung der Atemwege zu minimieren, empfiehlt es sich, den Imprägnier-Vorgang im Freien und mit einem Abstand von 20-30 cm zu tätigen und auch dort die Schuhe anschließend auslüften zu lassen.

Ein Spray ohne Umweltmakel gibt es leider nicht. Alternativ kann man gereinigte Schuhe aus Stoff und Veloursleder auch mit einer Wachskerze abreiben, mit einem heißen Fön das Wachs ins Gewebe einbringen und anschließend trocknen lassen - eine kostengünstige Alternative.

Blasen an den Füßen

Wenn der Schuh nicht optimal passt, kleine Steinschen im Schuh sind oder Nässe die Haut zum Aufquellen bringt, besteht die Gefahr von Blasenbildung. Darum ist es wichtig, dass Nässe gar nicht erst entsteht oder gut entweichen kann. Lederschuhe sind vom Material her in diesem Fall unschlagbar.

So beugen Sie Blasen vor:

  • spezielle Funktionssocken mit Merinoanteil verwenden Zehennägel schneiden
  • die neuralgischen Stellen am besten schon vor der Tour mit Blasenpflaster abkleben
  • mit einem medizinischen Tape die entsprechenden Partien am Fuß, möglichst ohne Falten, abkleben.

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