Endiviensalat grün und rot. (Foto: Getty Images, Thinkstock - sasimoto)

Gesunde Bitterstoffe

Endivie, Radicchio und Co.: Jetzt Herbstsalate pflanzen!

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AUTOR/IN
Martina Gräßer
ONLINEFASSUNG
Miriam Kruse

Sie lieben Gemüse aus dem eigenen Garten? Dann starten Sie jetzt mit dem Pflanzen von Herbstsalaten wie zum Beispiel Endivie, Radicchio oder Zuckerhut.

Vor allem die dunkelgrünen Blattanteile der Endivie enthalten den Bitterstoff Intybin, der dem Salat den typischen Geschmack verleiht und unsere Gesundheit fördert. Der Bitterstoff ist für unseren Gaumen gewöhnungsbedürftig. Intybin regt jedoch den Speichelfluss und die Magensekretion an und wirkt galle- und harntreibend. Mit einer Zuckerzugabe in der Salatsoße lässt sich der herbe Geschmack mildern.

Die Abstammung von Cichorium endivia L. ist nicht eindeutig geklärt. Beteiligt ist jedoch Cichorium pumilium L., das in den Mittelmeerländern beheimatet ist. Cichorium endivia L. kam über die Klostergärten nach Deutschland und bringt zwei Varietäten hervor, die sich in den Blattformen - breitblättriger Eskariol und krausblättrige Endivie - unterscheiden. Sie werden ebenfalls als Wintersalate genutzt.

Endivien, Zuckerhut, Chicorée jetzt pflanzen

Endiviensalat grün und rot. (Foto: Getty Images, Thinkstock - sasimoto)
Thinkstock - sasimoto

Endivie steht als Zichorien-Art weiteren Salaten wie Zuckerhut, Chicorée und Radicchio nahe. Sie müssen jetzt gepflanzt werden und wachsen in den sonnigen Herbst hinein. Pflanzabstand ist etwa 25 bis 35 cm.

Die im August gesetzten Endiviensetzlinge sind ab Mitte Oktober erntereif. Diese späten Partien können aber auch länger auf dem Beet verbleiben, sie vertragen niedrige Temperaturen bis -5°C. Mit Vlies geschützt vertragen sie auch frostigere Nächte.

Zuckerhut-Salat ist vielseitig verwenbar

Zuckerhut-Salat verdankt seinen Namen nicht der Süße, sondern seiner originellen tütenförmigen Form. Es sollte in keinem Selbstversorgergarten fehlen. Die knackigen Blätter von Zuckerhut, Fleischkraut oder Herbstzichorie schmecken nussartig herb. Ob der Name Fleischkraut von der Konsistenz der großen Blätter herrührt oder damit zusammenhängt, dass der Zuckerhut nicht nur als Salat, sondern auch gekocht und gratiniert ausgezeichnet schmeckt, ist unklar.

Zuckerhut im Topf (Foto: SWR)
Zuckerhut-Salat im Topf

Der Zuckerhut (Chichorium intiybus var. foliosum), der ursprünglich in Südfrankreich, in Italien und im Kanton Tessin beheimatet war, wird heute auch nördlich der Alpen angebaut. Er bringt eine willkommene Abwechslung auf die winterliche Tafel. Der Anbau ist einfach, und leichte Herbstfröste übersteht er unbeschadet. Abdecken mit Vlies verlängert die Standzeit auf dem Beet. Bevor die Temperatur unter -8°C absinkt, sollte er mit Wurzelballen herausgenommen werden. Lagerung im Keller oder einem tiefen Frühbeet in Erde oder Sand eingeschlagen. So hält er sich bis Ende Februar.

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Im Studio: Peter Berg, Gärtnermeister

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