Ob als Salbe, Tinktur oder Tee

Ringelblume: Heilpflanze mit breiter Wirkung

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Der Einsatz der Ringelblume als Heilmittel hat eine lange Tradition und ist durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Sie ist leicht anzubauen und hat eine große therapeutische Anwendungsbreite.

Der Mythos Ringelblume: Einfach betörend

So sagt man beispielsweise, dass Männer, die eine Ringelblumenwurzel in einem violettseidenen Tuch bei sich tragen, Frauenherzen leichter für sich gewinnen können.

Auch Talismanqualitäten sagt man der Ringelblume nach. So soll es gegen Nervosität und Ängstlichkeit helfen, wenn man immer ein paar Ringelblumenblüten bei sich trägt. Es heißt, Ringelblumen würden das Herz trösten und stärken und symbolisieren das ewige Leben.

Bei Jähzorn und Hitzköpfigkeit soll die Heilpflanze durch ihre ausgleichende Art lindernd wirken.

Die Ringelblume ist das "Arnika der Gärten"

Die Ringelblume ist so vielseitig einsetzbar wie Arnika, aber weniger anspruchsvoll, z.B.:

  • Als Tee oder Tinktur aus den Zungenblüten zur Leberreinigung oder zur Stärkung der Abwehrkräfte.
  • Als Öl aus den Blüten angesetzt als Massage- oder Babyöl
  • Als Salbe aus den Blüten bei Quetschungen, Blutergüssen, Risswunden und Verbrennungen.

Die Ringelblume hat ihren Namen übrigens vom geringelten Samen.

Ringelblume als Heilpflanze (Foto: Colourbox, Foto: Tatiana Belova)
Foto: Tatiana Belova

Der Ringelblumentee

Ein Teelöffel getrocknete Ringelblumen und zwei Teelöffel frische Blüten auf ca. 200 ml heißes Wasser. Zehn Minuten ziehen lassen, dann sieben. Drei Mal zwischen den Mahlzeiten trinken - das wirkt entzündungshemmend, krampflösend und gegen Sodbrennen.

Die Ringelblumentinktur

Ca. 15 Gramm frische Ringelblumenblüten mit 100 ml 50 bis 70 prozentigem Alkohol übergießen und das verschlossene Gefäß 14 bis 20 Tage an einem dunklen Ort ziehen lassen. Ab und zu umschütteln. Dann die Tinktur abseihen und in dunkle Gläser abfüllen. Kühl und dunkel gelagert, ist die Tinktur mehrere Jahre haltbar. Sie hilft bei Wunden und Entzündungen der Haut.

Die Ringelblumensalbe

Man braucht eine Hand voll frische oder getrocknete, unbehandelte Ringelblumenblüten. 500 ml kaltgepresstes Sonnenblumen oder Olivenöl. 50 Gramm Bienenwachs aus der Apotheke - pro 100 ml Öl 10 Gramm Wachs.

Man nimmt nur die orangefarbenen Zungenblüten ohne das grüne Körbchen, da empfindliche Menschen darauf mit Allergie reagieren können. Das Öl dient dazu, die Wirkstoffe aus der Ringelblume auszuziehen und das Bienenwachs braucht man, um die Salbe zu härten.

Ringelblumen im Korb (Foto: Foto Astrid Fiebich)
Foto Astrid Fiebich

So wird die Salbe hergestellt:

Ringelblumenblüten kleinschneiden und in kaltem Öl ansetzen. Dann sechs Wochen an einem warmen, teils sonnenbeschienenen Ort ziehen lassen. Dann mit einem Tuch abseihen und die Flüssigkeit erwärmen, um das Bienenwachs zu schmelzen.

Wichtig: Maximal auf 60 Grad erhitzen, keinesfalls kochen lassen. Dann erkalten lassen und am besten im Kühlschrank aufbewahren

Wenn man darauf achtet, dass man nicht mit den Fingern an die Salbe geht, sondern mit einem sauberen Löffel, dann hält sie auch ohne Konservierungsstoffe gut ein Jahr lang.

Die Ringelblumenbutter

Die Heilkraft der Ringelblume wird mittlerweile auch in der Küche geschätzt - zum Beispiel als Ringelblumenbutter.

Das Rezept:

200 g  Butter, weich
6       Stück    Ringelblumen
1       Prise Kurkuma
2       Prisen Curry
1       Spritzer Zitronensaft
2       Prisen Pfeffer
2       Prisen Salz

Die Blütenblätter abzupfen. Dann etwas kleiner schneiden. Die Butter cremig rühren. Blütenblätter, Kurkuma, Curry, Salz, Zitronensaft und Pfeffer in die Butter mischen. Gut verrühren und noch einmal abschmecken.

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