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Wenn die Familie über die Weihnachtsfeiertage zu Besuch kommt, ist regelmäßiges Lüften angesagt. Mit diesen Tipps sorgen Sie für einen effektiven Luftaustausch in Innenräumen.

Richtig lüften durch Stoßlüftung:

Für den täglichen Gebrauch gilt, dass ein effektiver Luftaustausch in Wohnungen durch das Lüften über weit geöffnete Fenster für mindestens 10-15 Minuten erreicht wird. Noch effektiver ist das Querstromlüften mittels Öffnens gegenüberliegender Fenster. Dann wird die Luft im Raum meist binnen weniger Minuten vollständig ausgetauscht. Bei Anwesenheit vieler Personen im Raum (z.B. Familienbesuch) empfiehlt sich während der Besuchsdauer zu lüften. Quelle: Umweltbundesamt 08/2020

Worauf ist zu achten?

  • Schließen Sie, wenn möglich, beim Lüften die Heizkörperventile. Durch das Lüften transportieren Sie nicht nur die Feuchtigkeit ab, sondern auch Geruchs- und Schadstoffe, die sich in der Luft angesammelt haben.
Heizkörper (Foto: Colourbox, © Colourbox.com -)
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  • Vermeiden Sie Dauerlüftung während der Heizperiode, z.B. durch Kippstellung der Fenster. Dies gilt natürlich auch für die Nacht. Das ist Energieverlust und führt zu starker Abkühlung der Wände. Dadurch kann Kondenswasser entstehen, welches die Schimmelpilzbildung begünstigt.

Lüften und Heizen gehört zusammen

  • Vermeiden Sie stark unterschiedliche Temperaturen in den Zimmern. Unbeheizte oder weniger beheizte Räume sollten nicht durch die Raumluft anderer Räume mitbeheizt werden. Der in der Luft des wärmeren Raumes enthaltene Wasserdampf würde die relative Luftfeuchtigkeit in den kalten Räumen sehr schnell ansteigen lassen und sich als Tauwasser an den kälteren Oberflächen der Außenwände absetzen.
  • Ein wenig beheiztes Schlafzimmer sollte morgens nach dem Aufstehen gründlich gelüftet werden, um die Feuchtigkeit abzugeben, die jeder Mensch auch im Schlaf produziert.
Terrassentür steht auf zum Schlafzimmer (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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  • Räume, die längere Zeit nicht benutzt wurden, sollten Sie bei erneuter Nutzung vorher mehrfach lüften.
  • Überheizen Sie Ihre Wohnung nicht. Bei pro Grad Raumtemperatur mehr müssen Sie mit rund 6 % höheren Energiekosten rechnen. Eine moderne Heizungsregelung regelt auch Ihre Heizkosten! Der Nutzen einer modernen Heizungsregelung mit Thermostatventilen ist nicht teuer, hilft Ihnen aber viel Geld und Energie zu sparen. Schalten Sie die Heizung eine Stunde vor der Abreise in die Ferien auf Reduzierbetrieb/Ferienprogramm und schließen Sie Fenster und Läden.

Vorsicht bei Kerzen mit Zugluft

Kerzen verbrauchen Sauerstoff. Je mehr Kerzen also in einem Raum brennen, desto häufiger müssen Sie lüften. Der Durchzug verschärft aber ein anderes Problem: Flackernde Kerzen produzieren noch mehr Rußpartikel, also Feinstaub, als wenn die Flamme ruhig brennt. Feinstaub von Kerzen ist nicht zu unterschätzen. Je mehr Ruß sich entwickelt, desto gelber ist die Flammenfarbe.

Raum mit weihnachtlich gedecktem Tisch  (Foto: istock photo)
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Spezielle Tipps für Küche und Badezimmer

Lassen Sie große Wasserdampfmengen nach draußen entweichen. Lüften Sie nach dem Duschen oder Kochen unverzüglich die betroffenen Räume und halten dabei die Zimmertüre geschlossen.

  • Durch einen Dunstabzug ins Freie kann viel feuchte Raumluft nach außen transportiert werden. Außerdem werden Kochdünste und beim Kochen mit Gas auch Verbrennungsgase nach draußen befördert.
  • Nasse Handtücher im Badezimmer können - trotz kurzzeitigen Lüftens - noch viel Wasser enthalten. Handtücher daher am besten auf dem Heizkörper trocknen und die Fenster so lange geöffnet lassen, bis sich die Handtücher einigermaßen trocken anfühlen. Die Heizung im Bad sollten Sie im Winter dabei nicht abschalten. Das beschleunigt das Austrocknen der Handtücher erheblich, meist reichen dafür wenige Minuten aus.
Duschkabine beschlagen (Foto: istock photo)
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  • Sollte Ihr Bad keine Fenster haben, achten Sie darauf, dass die eingebaute Schachtlüftung einwandfrei funktioniert. Hier müssen je nach Bauweise die eigelegten Filter regelmäßig erneuert werden.
  • Halten Sie Türen zu weniger beheizten Räumen geschlossen. So wird verhindert, dass warme, feuchte Luft in die kühleren Räume eindringt und sich an kalten Wänden und Fenstern niederschlägt. Quelle: Umweltbundesamt Broschüre Schimmel im Haus

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