Regierung will Pflegereform auf den Weg bringen (Foto: dpa Bildfunk, Daniel Reinhardt)

Das ändert sich ab Januar 2022

Pflegereform - welche Leistungen bekomme ich?

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Der Bundestag hat im Juni 2021 eine Pflegereform beschlossen. Für die pflegebedürftigen Menschen bringt die Pflegereform ab Januar 2022 vor allem die folgenden Veränderungen:

  • Heimbewohner sollen finanziell ein wenig entlastet werden: Der höhere Zuschuss betrifft allerdings nur die Pflegekosten, nicht den Eigenanteil. Und: Der Leistungszuschlag ist bei einem kurzen Aufenthalt im Heim noch relativ gering. Er steigt, je länger die Person im Pflegeheim lebt: Von 5% innerhalb des ersten Jahres bis hin zu 70% bei mehr als 36 Monaten im Pflegeheim.
  • In der häuslichen Pflege werden die Beträge für den ambulanten Pflegedienst, die sogenannten Pflegesachleistungen, um 5% erhöht. Da zugleich bei den Pflegediensten die Personalkosten steigen, werden die Pflegebedürftigen kaum Veränderungen spüren.
  • Ähnlich ist es mit den Leistungsbeträgen für die zeitweise Unterbringung in einem Heim, die sogenannte Kurzzeitpflege: Die Beträge steigen um 10 Prozent von 1.612 Euro auf 1.774 Euro pro Kalenderjahr. Auch hier werden aber die Betroffenen wegen der höheren Personalkosten in den Heimen kaum Effekte spüren.
Eine junge Pflegekraft unterstützt eine alte Frau in deren Wohnung. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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  • Neu ist das Angebot der Übergangspflege im Krankenhaus: Wenn die Versorgung einer pflegebedürftigen Person nicht anders sicher gestellt werden kann, soll es im Krankenhaus einen Anspruch auf Übergangspflege geben, für bis zu zehn Tage pro Krankenhausbehandlung.
  • Sollte die pflegebedürftige Person versterben, können gewisse Erstattungsansprüche gegen der Pflegeversicherung auch noch 12 Monate nach dem Tod geltend gemacht werden.

Weitere Informationen zur neuen Pflegereform finden Sie hier:

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