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Ältere Menschen und pflegende Angehörige erleben durch die Corona-Pandemie zusätzliche Herausforderungen. Tanja Fröhlich, Leiterin des Pflegestützpunkts in Baden-Baden, gibt konkrete Tipps.

-Prüfen Sie, ob Sie sich gegen Corona impfen lassen: Einige Menschen haben Bedenken gegen die Impfung, für andere ist dies nur ein kleiner Pieks, der aber viel hilft und sie langfristig schützt.

Nutzen Sie die Gelegenheit, wenn Sie sich unsicher fühlen und informieren Sie sich beispielsweise bei Ihrem Hausarzt oder auch beim Robert Koch Institut unter:

-Packen Sie vorsorglich eine Tasche für sich bzw. die Person, die Sie pflegen: So haben Sie für den Notfall alles beisammen: die Artikel zur Körperpflege, die nötigen Kleidungsstücke (Unterwäsche, Strümpfe, Schlafanzug, Bademantel, Hausschuhe), die wichtigsten Dokumente und Zeitschriften zum Zeitvertreib.

Reisetasche (Foto: Colourbox)

-Legen Sie eine Notfalldose bereit: Viele Kommunen verteilen sie kostenfrei, oder Sie erhalten sie für ca. zehn Euro in der Apotheke.

Die auffällige Notfalldose stellt man in den Kühlschrank. Dort finden Einsatzkräfte sie gut im Notfall. Die Dosen enthalten wichtige Informationen, z.B. über mögliche Vertrauenspersonen, medizinische Fachkräfte, die Patientenverfügung und weitere wichtige Hinweise.

-Füllen Sie eine Checkliste aus: Die Checkliste enthält Informationen über die zu pflegende Person und auch die pflegenden Angehörigen. Die Checkliste lässt sich aus dem Internet herunterladen, z.B.:

-Wenden Sie sich an die Pflegestützpunkte: Sie unterstützen und informieren in allen Fragen der Pflege und geben Auskunft darüber, wie Sie Entlastung finden.

Die Kontaktdaten des Pflegestützpunktes in Ihrer Nähe finden Sie hier:

-Bleiben Sie im Austausch mit Ihren Mitmenschen, und nutzen Sie die Hilfetelefone: In Zeiten, in denen Abstand gehalten werden soll, sind regelmäßige Kontakte per Telefon oder Internet im Familien- und Freundeskreis besonders wertvoll und wichtig.

Die Hand einer Frau wählt auf einem Telefon und hält den Hörer in derselben Hand. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Thinkstock -

Mitmenschen, denen Sie sich anvertrauen können, finden Sie auch unter den folgenden kostenlosen Hilfetelefonen und -Kontakten:

Telefon-Seelsorge bei Sorgen oder Problemen: 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222

„Silbernetz“ – ein Angebot für Menschen im Alter von 60plus, die einfach mal reden möchten: 0800 / 470 80 90

Pflegetelefon des Bundesfamilienministeriums als Hilfe für pflegende Angehörige: 030 / 20179131

Online-Beratung für pflegende Angehörige:

Beratung und Informationen zu den Themen Gedächtnisstörung, Demenz und Alzheimer-Krankheit: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz:  030 / 259 37 95 14

Hilfreiche Angebote für pflegende Kinder und Jugendliche:

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