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Wie gesund ist Milch eigentlich? Was passiert genau bei der Herstellung von Kuhmilch und welche pflanzlichen Alternativen gibt es zur herkömmlichen Kuhmilch? Wir klären auf!

Milch ist reich an Calcium, an essentiellen Aminosäuren und vielen Vitaminen. Für viele gehört die Kuhmilch zum täglichen Lebensmittelbedarf. Im Schnitt trinkt jede/r Bundesbürger*in etwa ein Glas am Tag. Die Milch ist eine gute Calciumquelle und dient dazu, Zähne und Knochen zu bilden. Die im Eiweiß enthaltenen Aminosäuren benötigt der Körper, um Zellen aufzubauen und zu regenerieren. Nicht zu vernachlässigen sind B-Vitamine und Folsäure.

Allerdings sind fermentierte Milchprodukte wie Käse oder Joghurt ebenfalls eine gute Calciumquelle, denn Käse oder Joghurt haben auf 100g immer mehr und einen höheren physiologischen Nährwert bzgl. Eiweiß und Nährstoffe im Vergleich zur Milch.

Es gibt drei verschiedene Milchsorten

Durch Pasteurisierung werden Keime und Bakterien abgetötet, um Milch länger haltbar zu machen. Die Hersteller erhitzen die Frischmilch für 15-30 Sekunden auf 72-75 Grad Celsius. Ungeöffnet ist die Frischmilch ist sie bis zu einer Woche haltbar. Bei der so genannten ESL-Milch (Extended shelf life), was für verlängerte Haltbarkeit steht, wird die Milch auf 127 Grad Celsius erhitzt. ESL-Milch wird entweder gesamt oder wenn Rahm und Magermilch getrennt (wenn vorher mikrofiltriert) nur der Rahm und Filterrückstände auf 127 Grad erhitzt. Bei der Gesamterhitzung kann ein leichter Kochgeschmack entstehen. H-Milch wird ultrahocherhitzt, also auf 135 Grad, was dann natürlich zur Folge hat, dass kaum Nährstoffe in der Milch mehr enthalten sind. Durch die lange Lagerung gehen wiederum auch viele Vitamine verloren.

Pflanzliche Alternativen

Verschiedene Milchersatzprodukte und ihre Zutaten stehen auf einem Tisch (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
Soja- und Getreidedrinks Thinkstock -

Es gibt ja bereits seit längerem den Trend, sei es aus ökologischen oder ethischen Gründen oder auch aufgrund einer Unverträglichkeit wie z.B. bei Laktose, dem in der Milch enthaltenen Zucker, dass die Menschen auch zu pflanzlichen Alternativen greifen, wie z.B. Milchersatz aus Soja oder Hafer. Der Vorteil an Sojadrinks liegt darin, dass dieser Milchersatz alle essentiellen Proteine liefert, aber dafür weniger Kalorien enthält. Allerdings hat der Sojadrink nur etwa ein Fünftel des Calciumanteils einer Vollmich. Der Haferdrink kann in Sachen Calcium schon eher mithalten und liefert zusätzlich wertvolle Ballaststoffe.

Haferdrink selbst machen

Haferdrink

Weitere Informationen zum Thema finden Sie blei Planet Wissen:

www.planet-wissen.de/milch

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