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Onlineshopping wird immer beliebter. Mindestens zwei Drittel der Bundesbürger kaufen bereits im Internet ein. Kein Gedränge in den Innenstädten, keine lästige Parkplatzsuche, stattdessen bequem auf dem Sofa stöbern, in Ruhe zu Hause ausprobieren und bei Nichtgefallen die Ware innerhalb von 14 Tagen einfach wieder zurückschicken. 

Gerade jetzt zur Zeit der Corona-Epidemie erlebt der Online-Handel einen weiteren Aufschwung. Aber gleichzeitig finden sich auch mehr Betrüger und Fake-Shops im Internet, die die Chance nutzen wollen, sei es durch völlig überteuerte Schutzmittel, wie Desinfektionsmittel, Schutzmasken oder ähnliches, viel Geld zu verdienen oder eben Fake-Shops, die vorgeben, ein seriöser Online-Handel zu sein, aber nur Geld kassieren und keine Waren liefern.

Wie kann eine falsche Onlineshop-Seite aussehen?  

Eine falsche Seite kann richtig gut und seriös aussehen, sie kann sogar fast genauso aussehen, wie eine Seite eines bekannten Online-Shops. Oftmals heißen sie ähnlich, tauchen im Umfeld der Original-Seite auf oder nutzen auch oft häufige Tippfehler von Internet-Nutzern aus, um dann aber ihre Fake-Shop-Seite zu verlinken.  

Was sind Hinweise auf Fake-Shops?  

  • Ein besonders verlockendes Angebot kann der erste Hinweis sein. Das neueste Smartphone für 100 Euro, eine angebliche Designer-Tasche für einen Bruchteil des Original-Preises. 
  • Oft wird Zeitdruck aufgebaut. "Nur für kurze Zeit". Das soll die User verleiten, nicht nachzudenken und sofort zu kaufen.
  • Auch eine seltsame Internet-Adresse kann ein Hinweis sein. 
  • Ausschließlich super Bewertungen von anderen Kunden.  
  • Bezahlung nur per Vorkasse, etwa mit Western Union oder Paysafe. Der Kauf per Rechnung wird nicht zugelassen. 
  • Wenn es den Shop erst seit kurzem gibt. 
  • Die Siegel, die eine Seriösität bestätigen sollen, wie z.B. “Trusted Shop” sind nicht mit den dazugehörigen Seiten verlinkt.  

Welche wichtigen Merkmal muss eine seriöse Seite haben?  

  • Wichtig ist ein vollständiges Impressum, Namen und Ansprechpartner, Telefonnummer und Adresse.  
  • Die Angabe einer Umsatz-Steuernummer, und diese Nummer lässt sich auch recherchieren.  
  • Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen schnell zu finden sein. 
  • Angaben zu Versandkosten, Widerrufsrecht, Rücksendung sollte es ebenso geben wie nach dem Bestellen eine Bestätigung per E-Mail mit allen Angaben drin. 
  • Der Shop sollte verschiedene Zahlungsmethoden anbieten, möglichst auch den Kauf auf Rechnung oder sichere Zahlungswege, über die der Käufer sogar sein Geld zurückfordern kann. 

Können auch Seiten großer und bekannter Anbieter gefälscht sein?  

Es kann vorkommen, dass Internet-Kriminelle eine Seite gekapert haben. Aber meistens funktioniert dann etwas nicht richtig wie gewohnt, Seiten sind nicht erreichbar oder Bilder fehlen, das können Anzeichen dafür sein, dass da was nicht stimmt.  

Was kann man tun, um nicht auf Betrüger im Internet reinzufallen?  

Lieber ein Super-Schnäppchen sausen lassen, als einmal reinfallen. Nicht von besonders tollen Schnäppchen blenden lassen. 

Ein Icon für Online Shopping auf einer Tastatur (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Wer seine Ware per Rechnung bestellt, ist immer auf der sicheren Seite. Denn man bezahlt erst nach Erhalt der Ware. Sollte an der Ware etwas nicht stimmen oder der Kauf ein versuchter Betrug gewesen sein, muss man nicht dem Geld hinterherlaufen.  

Wenn einem der Onlineshop suspekt ist, kann man den Shopnamen in eine Suchmaschine eingeben gemeinsam mit Suchworten wie Betrug oder Problem. Es gibt auch bei der Polizei und Verbraucherzentrale im Internet Listen mit gefälschten Shops.  

Immer auch den gesunden Menschenverstand walten lassen. Auch im Internet hat keiner etwas zu verschenken.  

Was tun, wenn man doch reingefallen ist? 

Wenn man Geld überwiesen hat, sollte man schleunigst mit der Bank Kontakt aufnehmen, vielleicht lässt sich die Überweisung noch zurück holen. Das ist aber selten der Fall.  

Unbedingt zur Polizei gehen und den Fall anzeigen. Für die Ermittlungsbehörden ist es wichtig zu wissen, wurde da nur einer geschädigt oder hat das eventuell ein größeres Ausmaß. Nur mit einer Anzeige lassen sich diese Shops löschen und damit andere vor Schaden schützen. 

Weiteren Informationen:

www.silver-tipps.de/landeskriminalamt-und-verbraucherzentrale-geben-tipps-zum-sicheren-online-einkauf

www.verbraucherportal-bw.de/Einkaufen+im+Internet

www.verbraucherzentrale-bawue.de/onlinehandel

www.ecommerce-verbindungsstelle.de 

Besondere Hinweise auf Betrügereien im Zusammenhang mit Corona  

www.ecommerce-verbindungsstelle.de/betrugsmaschen-mit-coronavirus

Seite der Europäischen Kommission zur Überprüfung einer Mwst./Umsatzsteuer-Nummer 

ec.europa.eu/taxation

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