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Die gute Art des Kaffeebrühens kommt wieder in Mode. Es gibt viele gute Möglichkeiten, auch ohne Kaffeevollautomat eine günstige und aromatische Tasse Kaffee zuzubereiten. Diese Punkte gibt es zu beachten:

Was passiert beim Kaffeeaufbrühen?

Beim manuellen Aufbrühen von Kaffee müssen Sie einige Punkte beachten:

  • Das Wasser darf auf keinen Fall kochen. Die beste Temperatur liegt zwischen 88 und 94 °C. Damit Sie nicht mit einem Thermometer an der Kanne stehen muss, können Sie davon ausgehen, dass kochendes Wasser nach ungefähr 1 Minute des Abkühlens die richtige Temperatur hat.
  • Die Menge: Pro Tasse (125 ml) rechnet man 7-9 g Kaffee bzw. 60 g auf den Liter Wasser.
  • Beim Handaufbrühen sollte das Kaffeepulver zuerst quellen. Dafür muss es ca. 25 Sekunden mit Wasser angefeuchtet sein. Nur so können sich geröstete Öle, Fette, sowie Bitterstoffe lösen, die dann im Filterprozess wieder herausgefiltert werden. Die Poren des Kaffees öffnen sich und die Aromastoffe können sich voll entfalten.
  • Zeit: Idealerweise sollte der komplette Brühvorgang ca. 4-6 Minuten dauern. Unter vier Minuten entfalten sich die Aromen zu wenig, über sechs Minuten verflüchtigen sie sich bereits wieder.
  • Mahlgrad: Der Mahlgrad bestimmt, wie schnell der Kaffee durch den entsprechenden Filter läuft. Je feiner, desto intensiver die Extraktion, aber auch umso langsamer. Wichtig ist auch, dass die benötigte Menge an Kaffeebohnen erst kurzfristig gemahlen wird. Die Aromastoffe des gemahlenen Kaffeepulvers lösen sich nach einiger Zeit im wahrsten Sinne des Wortes in Luft auf. Bei Zimmertemperatur hält er sich ungefähr sieben Tage lang frisch. Im Kühlschrank doppelt so lange.

Welche Möglichkeiten zum Aufbrühen habe ich?

  • Handfilter: Die gute alte Art des Kaffeekochens mit dem Handfilter liegt voll im Trend. Dazu benötigen Sie einen Handfilter, der auf die Tasse oder die Kanne gestellt wird. Mit einem kleinen Schwall wohltemperierten Wassers wird das Kaffeepulver angefeuchtet. 25 Sekunden quellen lassen und dann in 10 Sekunden Abständen das restliche Wasser nachgießen, so dass das Kaffeepulver immer vollständig übergossen ist. Die Form des Handfilters scheint entscheidend für die Verwirbelung des Kaffeepulvers zu sein. Längsrillen oder Wellen und auch die Winkel des Handfilters oder auch die Größe und Anzahl der Löcher im Boden des Filters werden hierfür im Handel angeboten.
  • Einmalfilter: Gebleichte Filtertüten machen hier eher das Rennen als ungebleichte. Letzteren wird eine eventuelle Geschmacksübertragung zugeschrieben.
  • Dauerfilter: umweltbewusster, aber auch teurer in der Anschaffung. Sie sind grobporiger als hochwertige Filtertüten und lassen so zu fein gemahlenen Kaffee auch mal durch.
  • French Press: Eine schnelle und geschmackvolle Art des Kaffeekochens. Das abgemessene Kaffeepulver wird mit Wasser aufgegossen. Eine Variante ist, erst ein Drittel des Wassers aufgießen, nach ein paar Sekunden umrühren und das restliche Wasser nachgießen. Nun kann es sich freischwimmend in dem Wasser entfalten. Sobald es sich nach unten senkt, den Stempel aufsetzen und herunterdrücken. Auch hier ist der Mahlgrad des Kaffees entscheidend. Zu feines Kaffeepulver macht den Kaffee trüb. Da das Kaffeepulver in der Kanne verbleibt, entweder sofort trinken oder in eine Thermoskanne umfüllen, damit der Kaffee nicht extrem bitter wird.
  • Espressokanne: Die markante Sechseckkanne weckt Urlaubserinnerungen. Hierin kann man einen wunderbaren Filterkaffee zubereiten, der überdurchschnittlich kräftig ist. Vorsicht beim Mahlgrad des Kaffees. Zu feines Pulver würde verbrennen. Wasser bis zum Sicherheitsventil einfüllen. Das Kaffeepulver in den Filtereinsatz füllen, Gummidichtungen überprüfen und alles zusammenschrauben. Darauf achten, das nichts verkantet. Das Wasser im unteren Teil wird erwärmt und mit etwa 1,5 Atmosphären Druck durch den Kaffee gedrückt. Sobald der Kaffee aus dem Ventil zu sprudeln beginnt, die Espressokanne vom Herd nehmen, damit der Kaffee nicht verbrannt schmeckt. Auch die Qualität der Kanne ist entscheidend. Von Billigteilen aus Aluminium wird aus Geschmacksgründen eher abgeraten.

Wie sehen die Kosten aus?

Handfilter: Porzellan mit Längsrillen, ca. 9 Euro

French Press: ab 19 Euro

Espressokocher aus Edelstahl: ab 22 Euro

Filterkaffeemaschine mit Thermoskanne: ab 70 Euro

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