Hand mit Humusboden (Foto: Colourbox)

Bodenpflege mit Gründüngung

Klimaschutz: Humus als Klimaretter

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Auch im Garten können wir Klimaschutz betreiben. Denn einen der größten Klimaretter haben wir im Gartenboden und können ihn ganz einfach fördern: Die Rede ist vom Humus!

Düngen mit Pflanzen: Gründüngung

Die vielen kleinen Bodenlebewesen sind wahre Stars in Sachen Klimaschutz. Sie zersetzen alle abgestorbenen Pflanzenteile und bilden so den Humus im Boden. Und Humus speichert Kohlenstoff in der Erde und entzieht ihn damit der Atmosphäre.

Das geht gut mit Mulchen und noch besser mit Gründüngung. Gründüngung ist keine herkömmliche Düngung, sondern gemeint sind Pflanzen, die als Vor- oder Nachkultur ausgesät werden und eine positive Wirkung auf den Boden haben. Das Tolle daran: Nicht nur das Klima wird geschützt, zusätzlich wird der Boden auch noch fruchtbarer!

Gründüngung im Herbst

Rasen düngen (Foto: Colourbox)

Der Boden sollte nie unbewachsen sein, denn die Pflanzenschicht schützt vor Erosion. Das Wertvolle an der Gründüngung sind v.a. die Wurzeln, denn sie lockern den Boden tiefgründig. Stirbt die Pflanze ab, werden auch die Wurzeln zersetzt. Verwenden wir außerdem Leguminosen, bilden die Wurzeln zuvor Stickstoff-Knöllchen. Die folgenden Kulturen wachsen besonders gut.

Winterharte oder Sommer-Gründüngung?

Beides hat seine Berechtigung. Sommergründüngung friert beim ersten Frost ab und legt sich als Mulchschicht auf den Boden. Winterdüngung wächst bis zum Frühjahr weiter und bildet dadurch mehr Blatt- und Wurzelmasse. Im Frühjahr wird die Grünmasse untergegraben und dann ebenfalls in Humus umgewandelt.

Zottel-Wicke (Foto: dpa Bildfunk, picture-alliance / Hippocampus Bildarchiv)
Die Winterwicke ist winterhart und gehört zu den Leguminosen, die besonders viel Stickstoff im Boden anreichern. Ihre tief reichenden Wurzeln verrotten leicht, daher ist sie hervorragend für alle Gemüsearten, die viele Nährstoffe brauchen. Ein anderer guter Wintergründünger ist auch der Winterroggen. picture-alliance / Hippocampus Bildarchiv Bild in Detailansicht öffnen
Alle Kleearten sind winterhart und ebenfalls gute Stickstoff-Sammler. Inkarnatklee ist derzeit sehr beliebt, denn die roten Blütenköpfe sind außerdem sehr dekorativ und ziehen viele Insekten an. imago/CHROMORANGE Bild in Detailansicht öffnen
Für feste, verdichtete Böden ist die Blaue Lupine ideal. Auch Lupinen gehören zu den Leguminosen. Ihre Wurzeln reichen sehr tief und sind kräftig. Daher lockern sie sogar stark verdichteten Boden auf. Dadurch wird der Boden gut belüftet und gedüngt. Sie ist optimalerweise im Frühjahr auszusäen. imago/Westend61 Bild in Detailansicht öffnen
Luzerne ist ebenfalls eine sehr gute Gründüngung. Da sie sich langsam entwickelt, sollte man sie über mindestens zwei Jahre stehen lassen. Gerne wird der Luzerne Klee beigemischt, damit auch Unkraut effektiv unterdrückt wird. Die kräftigen Pfahlwurzeln reichen tief, weiterer Vorteil: Luzerne kommt gut mit Trockenheit klar. imago stock&people Bild in Detailansicht öffnen
Der Ölrettich gehört auch zu den besonders wertvollen Sorten zur Gründüngung. Er lockert und düngt nicht nur den Boden, sondern fördert auch die Gesundheit der Gemüsepflanzen im Garten. Durch die großen Blätter beschattet er außerdem den Boden gut. Er ist allerdings nicht winterhart und friert, jetzt gesät, beim ersten Frost ab. imago/Marius Schwarz Bild in Detailansicht öffnen

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