Hände mit Kartoffeln auf einem Kartoffelacker bei der Rodung von Frühkartoffeln in Lauffen (Foto: SWR)

Energielieferant mit Haken

Kartoffeln - "gute" oder "schlechte" Kohlenhydrate?

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AUTOR/IN
Dr. Stefanie Ackermann

Im Durchschnitt verspeisen die Deutschen 60 Kilogramm Kartoffeln im Jahr. Es ist ein beliebtes, meist regional angebautes Lebensmittel.

Für die Kartoffel spricht, dass sie viel Wasser enthält und nur 15 Prozent Kohlenhydrate. Der Haken ist allerdings, dass sie den Blutzuckerspiegel recht schnell erhöht.

Deshalb ist es wichtig, auf die Verzehrmenge zu achten und sie mit "Blutzuckerbremsen" wie Eiweiß, hochwertigen Fetten und Ballaststoffen zu kombinieren.

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Was genau sind Kohlenhydrate?

Neben Eiweißen und Fetten gehören die Kohlenhydrate zu den Hauptnährstoffen und Energielieferanten des Menschen. Zu den Kohlenhydraten wiederum gehören u.a. Zucker (also Haushalts-, Frucht- und Traubenzucker in Süßigkeiten, Saft und Obst) und die Stärke (z.B. in Getreideprodukten wie Nudeln, Brot, Kartoffeln und Reis).

Bei Stärke handelt es sich genau genommen um eine lange Kette aus Tausenden von Traubenzuckermolekülen. Sie werden im Dünndarm zerlegt und gelangen als Traubenzucker in unseren Blutkreislauf..

Wenn man eine Brezel oder Kartoffeln isst, erhöht sich der Blutzuckerspiegel, ohne dass es süß schmeckt. Der Körper muss nun dafür sorgen, dass der Blutzuckerspiegel wieder gesenkt wird.

Kohlehnydrate als Energielieferant

Geerntete Kartoffeln auf dem Feld (Foto: SWR)
Große Auswahl: Es gibt es mehr als 5.000 Kartoffelsorten.

Kohlenhydrate haben, im Gegensatz zu den lebensnotwendigen Fetten und Eiweißen, vor allem eine Funktion: Sie sind schnelle Energielieferanten und spielen eine wichtige Rolle bei Bewegungen mit hoher Leistungsintensität.

Viele Menschen essen allerdings täglich riesige Mengen an Kohlenhydraten, bewegen sich aber verhältnismäßig wenig. Deshalb sollte auf ein entsprechend gesundes Maß bei der Kohlenhydrataufnahme geachtet werden, abhängig von der Aktivität im Alltag und dem jeweiligen Gesundheitsstatus eines Menschen.

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"Schlechte" Kohlenhydrate: Blutzuckerspiegel fährt Achterbahn

Wir tun gut daran, unseren Blutzuckerspiegel flach zu halten anstatt ihn Achterbahn fahren zu lassen. Denn je schneller der Blutzuckerspiegel in die Höhe schießt, desto mehr wird vom Hormon Insulin ausgeschüttet. Das wiederum hemmt die Fettverbrennung und desto schneller stürzt der Blutzuckerspiegel wieder ab. Das endet dann meist im Heißhunger auf Süßes.  

Wir sollten deshalb vermeiden, größere Mengen an den sogenannten schnellen Kohlenhydraten aufzunehmen wie Süßigkeiten, Saft und Limonade und stattdessen vor allem "langsame" bevorzugen wie Vollkornbrot oder Naturreis.

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Dr. Stefanie Ackermann