Für den Hausgarten

Diese Sträucher vertragen den Klimawandel

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AUTOR/IN
Martina Gräßer

Steigende Temperaturen und verringerte Niederschläge sind eine Herausforderung für die Sträucher im Garten. Wir haben Tipps zu Sträuchern, die bisher nur in wärmeren Regionen wuchsen und jetzt auch bei uns sicher winterhart sind.

Wir haben fünf hitzetolerante Sträucher herausgesucht, die Sie im Herbst neu anpflanzen können.

Die Mittelmeer-Zypresse

Zypressen säumen einen Weg (Foto: Colourbox)

Die Mittelmeer-Zypresse (Cupressus sempervirens var. sempervirens) schafft mit ihrem säulenförmigen Wuchs ein mediterranes Ambiente. Typisch für diese Koniferen sind ihre kleinen, schuppenartigen Nadeln an vierkantigen Zweigen und ihre kugelartigen, erst im zweiten Jahr reifenden Zapfen.

Zypressen sind durchweg anspruchslose, viel Trockenheit vertragende Gehölze. Schädlinge und Krankheiten sind bei ihnen weitgehend unbekannt. Sie können als Solitär oder auch alleeartig entlang eines Gartenweges gepflanzt werden.

Die Palmlilie

Palmlilie im Garten (Foto: IMAGO, IMAGO / blickwinkel)
IMAGO / blickwinkel

Die Palmlilie (Yucca filamentosa) umfasst einige robuste und äußerst trockenheitsverträgliche Arten mit attraktiver Gestalt. Ihre natürliche Verbreitung ist das ganze südliche Nordamerika von Atlantik bis zum Pazifik.

Gerade die stammbildenden Palmlilien gestalten die Landschaft und wecken Urlaubserinnerungen. Die niedrigen Arten sind in ihrer ornamentalen Wirkung ein ausgezeichneter Agavenersatz.

Der Spanische Ginster

Spanischer Ginster (Foto: IMAGO, IMAGO / blickwinkel)
IMAGO / blickwinkel

Der Spanische Ginster (Sparticum junceum) erfreut mit seinen im Frühsommer erscheinenden gelben Blüten, die nach Jasmin duften. Auffallend sind die bis zu 50 cm langen, nadelartigen Blätter. Der Boden sollte trocken, durchlässig, nährstoffarm und sandig-kiesig sein.

Die Bitterorange

Bitterorange mit Früchten (Foto: IMAGO, IMAGO / blickwinkel)
IMAGO / blickwinkel

Freiwachsend ist die Bitterorange (Poncirus trifoliata) ein vollständig laubabwerfender, bedornter, dichtbuschiger Strauch. Ihre Zweige sind grün (auch im Winter, ohne Blätter) und kantig, die Blätter dreizählig.

Die weißen, duftenden Blüten erscheinen im April und Mai noch vor dem Laubaustrieb. Ihnen folgen zahlreiche, etwa 5 cm dicke, gelbgrüne, zitronenartige Früchte. Diese bleiben bis weit in den Winter am Strauch hängen. Als frosthärteste Citrus-Verwandte ist sie aufgrund ihrer bei uns reichlich angesetzten Blüten ein wertvoller Zierstrauch.

Die schmalblättrige Ölweide

Ölweide in einem ländlichen Garten (Foto: IMAGO, IMAGO / imagebroker)
IMAGO / imagebroker

Die schmalblättrige Ölweide (Elaeagnus angustifolia) ist mit ihren silbergrauen Blättern ein robustes Gehölz. Ein sonniger Standort und trockener Boden sind ideal für ihre große Hitze- und Trockenresistenz.

Sie bringt Struktur und wirkt sehr elegant mit anderen graulaubigen, wärmeliebenden Gehölzen. Ihre unscheinbaren Blüten duften intensiv und erscheinen in achselständigen Dolden im Juni.

Anforderungen an den Boden

Die ausgewählten Sträucher benötigen einen durchlässigen Boden; mögliche Staunässe muss durch eine gute Drainageschicht aus Kies, Sand, Tonscherben ect. unterbunden werden. Besonders lehmhaltiger Böden muss vor dem Pflanzen abgemagert werden.

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Martina Gräßer