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Den Körper entgiften - das geht auch auf ganz natürliche und noch dazu günstige Weise: mit Heilkräutern. Warum sich Löwenzahn optimal für eine Frühjahrskur eignet, das erfahren Sie hier.

Löwenzahn macht Müde wieder munter

Der Löwenzahn regt den Stoffwechsel an und verhilft zur Antriebssteigerung. Deswegen eignet sich die Heilpflanze hervorragend für eine Frühjahrskur. Eine vierwöchige Kur soll sogar verjüngend auf das Bindegewebe wirken, so wie auf Niere und Leber. Deswegen wird der Löwenzahn auch gern als das "Gingseng Europas" bezeichnet. Er bewirkt eine schonende und gleichzeitig stärkende Anregung der Nieren- und Blasentätigkeit.

Löwenzahn als Heilpflanze

Der Löwenzahn ist schon eine alte Heilpflanze und wurde bereits in der Renaissance erwähnt. Damals wurde ein Schönheitswässerchen aus Löwenzahn hergestellt, das gegen Sommersprossen eingesetzt wurde. Die Kräuterkundige Maria Treben hat ebenfalls eine Löwenzahnkur empfohlen, bei der man jeden Tag 5-10 Stängel Löwenzahn roh kauen sollte. Das soll gegen eine chronische Leberentzündung, Abgeschlagenheit und Diabetes helfen.

Löwenzahn  (Foto: Colourbox)

Ihr Fitmacher-Smoothie mit Löwenzahn

Wer keine Löwenzahnstängel essen will, kann sich einen Morgen-Vitalsaft mit Löwenzahn mixen.

Rezept: Morgen-Smoothie mit Bitterstoffen

Zutaten:

  • 1 Banane
  • evtl. 3 Scheiben Ingwer
  • 10 Mandeln
  • 1 EL Sonnenblumenkerne
  • 100 ml Apfelsaft
  • 100 ml stilles Wasser/Quellwasser
  • 1 Handvoll Löwenzahnblätter

Zubereitung und Anwendung:

Alle Zutaten in ein Gefäß füllen und ca. 30 Sekunden mit dem Pürierstab mixen und schluckweise kauend genießen. Den Saft an Tagen trinken, an denen Sie sich richtig schlapp fühlen. Das geht natürlich auch als 14-Tage-Kur jeden Morgen. Diese Kur reinigt die Leber.

Löwenzahn ernten

Beim Löwenzahn sollten Sie eher die zarten Blätter nehmen, die gerade jetzt im Frühjahr wachsen. Im Laufe des Jahres wird der Bitterstoff in den Blättern immer dominanter und sagt dann unserem verwöhnten Geschmack nicht mehr unbedingt zu. Je größer und dicker die Blätter, umso bitterer der Geschmack. Also besser nach den zarten , grünen Pflanzen suchen. Der beste Zeitpunkt für die Ernte ist im Frühjahr vor der Blüte bis spätestens Juni.

Löwenzahn (Foto: Colourbox, Foto: Colourbox.de -)
Foto: Colourbox.de -

Wo Sie den Löwenzahn suchen sollten

Den Löwenzahn sollten Sie auf einer möglichst unbelasteten Wiese oder sogar im eigenen Garten suchen.

Wer nicht selber sammeln möchte, kann natürlich auch schon in der Apotheke fertigen Löwenzahntee kaufen. Der Tee ist dann meist eine Mischung zwischen Wurzeln und Blättern, die vor allem für gicht- und rheumakranke Menschen empfehlenswert sind. Tipp: Löwenzahntee möglichst nicht abends trinken, weil er harntreibend wirkt und dann dazu führen kann, dass man nachts mehr raus muss!

Löwenzahn wirkt cholesterinsenkend

Der Löwenzahn soll auch bei einem erhöhten Cholesterinspiegel helfen. Er regt nämlich die Produktion von Gallenflüssigkeit in der Leber an, so dass die Gallenflüssigkeit schön dünnflüssig bleibt. Das verbessert den Fettstoffwechsel, hilft also beim Abbau z.B. einer Fettleber. Das können Sie erreichen, indem Sie beispielsweise regelmäßig einen Tee aus Löwenzahnwurzeln trinken.

Rezept: Löwenzahntee

1–2 Teelöffel bzw. 1,5–3 g Löwenzahnwurzel (ggf. mit Blättern) mit 1 Tasse kaltem Wasser kurz aufkochen, nach 10 Minuten abgießen. Drei Mal täglich 15–30 Minuten vor den Mahlzeiten trinken. Zur Frühjahrskur 4 Wochen lang. Der Tee hilft auch bei Verdauungsbeschwerden. Ein Tee aus Löwenzahn wirkt auch bei chronisch rheumatischen Erkrankungen wie Gicht und Arthrose.

Löwenzahntee (Foto: Colourbox)

So ernten Sie die Löwenzahnwurzel

Gärtner:innen stechen die Löwenzahnwurzel gern aus, damit der Löwenzahn nicht wieder im Rasen wächst. Wer die Wurzel trocknen will, sollte sie trocken säubern – also nicht waschen! Dann längs in Streifen schneiden und innerhalb weniger Tage an einem luftig-warmen Ort trocknen lassen. Am besten noch vor der Blüte. In der Wurzel sind die meisten Bitterstoffe enthalten. Je bitterer, umso besser für den Entgiftungsprozess. Wichtig: Sie sollten keinen Löwenzahntee trinken, wenn Sie schon eine Gallenwegentzündung oder Gallensteine hatten.

Löwenzahn als Warzenmittel

Im Stängel sitzt die Lösung gegen Warzen: Die weiße Flüssigkeit sollten Sie mehrmals täglich auf die Warze streichen – das soll gegen Warzen helfen.

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