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Der Frühling hat begonnen und so langsam werden auch luftige Kleidungsstücke wieder beliebter. Wer dafür lästige Körperhaare loswerden möchte, sollte auf einiges achten.

Um Körperbehaarung abseits vom Kopf loszuwerden, gibt es mittlerweile verschiedene etablierte Verfahren. Sie unterscheiden sich in Durchführung, Kosten und Aufwand - und grundsätzlich darin, ob die Haare dauerhaft wegbleiben oder wiederkommen.

Rasur

Wohl der bekannteste Weg, Körperbehaarung loszuwerden, ist die Rasur. Ob elektrisch oder manuell mit einer Rasierklinge - die Haare werden an der Hautoberfläche abgeschnitten, die Anwendung ist einfach und schnell. Aber die Haare wachsen schnell wieder nach.

Mann rasiert sich (Foto: Colourbox)

Und seien Sie vorsichtig: Durch die scharfen Klingen können schnell Schnittverletzungen entstehen. Außerdem besteht das Risiko von Rasurbrand. Das sind gereizte Hautstellen an der rasierten Fläche, die Juckreiz verursachen können.

Um Rasurbrand zu vermeiden, sollte man folgende Tipps beachten:

  • Nie mit schmutzigen, stumpfen oder abgenutzten Klingen rasieren
  • Immer entlang der Wuchsrichtung rasieren, also von oben nach unten
  • Die Rasur nicht auf trockener Haut durchführen, sondern Rasierschaum o.ä. verwenden
  • Die Haut nach der Rasur mit Feuchtigkeitscreme pflegen

Übrigens: Je nach Häufigkeit der Benutzung die Klinge regelmäßig auswechseln. Wer sich täglich rasiert, sollte spätestens nach zwei Wochen zu einer neuen Klinge greifen. Rasiert man sich zweimal pro Woche, reicht ein Wechsel nach ca. einem bis anderthalb Monaten.

Waxing und Sugaring

Als Alternative zur klassischen Rasur können Haare auch mithilfe von Wachsstreifen entfernt werden. Dabei wird warmes Wachs auf die behaarte Stelle aufgetragen. Die Haare werden dann mithilfe eines Klebestreifens herausgerissen. Die entsprechende Stelle bleibt dadurch etwas länger haarfrei als bei der Rasur. Allerdings kann auch das Wachsen zu Hautirritationen führen und das Herausreißen der Haare wird von vielen als schmerzhaft empfunden.

Deshalb setzt sich zusehends eine alternative Methode namens Sugaring (von engl. sugar = Zucker) durch. Anstelle von Wachs wird eine zuckerhaltige Paste genutzt. Vorteil: Die Schmerzen sind geringer und die hochkonzentrierte Zuckerpaste wirkt antiallergisch und desinfizierend.

Eine Frau lässt sich mit Sugaring die Achselhaare entfernen (Foto: Colourbox)
Eine Frau lässt sich mit Sugaring die Achselhaare entfernen.

Für das eigene Badezimmer ist das Sugaring allerdings eher nicht geeignet: Die zu behandelnde Körperregion muss von einer Kosmetikerin oder einem Kosmetiker begutachtet und beurteilt werden, denn bei bestimmten Hautbildern darf die Methode nicht angewandt werden. Auch für männliches Barthaar eignet sich Sugaring eher nicht: Hier wäre die Gefahr von Gewebeverletzungen zu hoch.

Dauerhafte Haarentfernung mit Laser

Einmal hin und für immer haarfrei sein - was sich für viele Betroffene traumhaft anhört, ist in der Realität leider nur bedingt möglich. Dennoch: Eine Laserbehandlung verschafft für deutlich längere Zeiträume Haarfreiheit als die anderen Methoden.


Dabei werden genau gepulste Laserstrahlen auf das Haar gerichtet. Das Melanin, also ein Pigment im Haar, nimmt diese Strahlen auf und wandelt sie in Wärme um. Dadurch wird die Haarwurzel unter der Haut verödet und es wächst kein neues Haar nach.

Haarentfernung mit Laser (Foto: Colourbox)

Allerdings braucht die Behandlung mehrere Sitzungen und entsprechend geht es auch ins Geld. Je nach zu enthaarender Körperregion liegen Betroffene schnell bei einem vierstelligen Betrag. Außerdem eignet sich die Lasertechnik nicht für jeden. Hellere Haare haben einen zu geringen Melaninanteil und können deshalb die Laserstrahlen nicht richtig aufnehmen.

Und schließlich muss jedem, der sich dafür entscheidet, auch klar sein: Eine dauerhafte Haarentfernung bedeutet nicht unbedingt, lebenslang haarfrei zu bleiben. Das ist sogar gerichtlich bestätigt. Denn: In der Haut befinden sich auch viele inaktive Haarzellen, die im Laufe eines Lebens mit der Haarproduktion beginnen können - beispielsweise bei einer Hormonumstellung in den Wechseljahren.

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