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Polster machen die Gartenmöbel erst so richtig bequem. Damit sie lange schön bleiben, brauchen sie ein wenig Pflege. Mit diesen Tipps haben Sie lange was davon.

So reinigen Sie Ihre Polster:

Bürsten Sie die Polster zunächst mit einer weichen Bürste gründlich aus. So entfernen Sie losen Staub schon vor der Wäsche. Behandeln Sie Flecken immer vor. Verwenden Sie für pigmenthaltige oder eiweißhaltige Flecken eine flüssige Gallseife oder Flecklöser mit Panamarindenextrakt. Fettflecken können Sie mit einem zusatzfreien Handspülmittel bearbeiten. Vermeiden Sie punktuelles Reiben, damit keine hellen Stellen entstehen. Manche Bezüge vertragen auch eine bleichmittelhaltige Vorwaschpaste, die Sie mit einem Schwamm auftragen und leicht einarbeiten.

Maschinenwäsche:

Abziehbare Bezüge aus Synthetik können Sie problemlos bei 30°C mit einem milden Fein- oder Colorwaschmittel in der Maschine waschen und kurz bei niedriger Drehzahl schleudern.

Eine Frau neben einer Waschmaschine. (Foto: Getty Images, Thinkstock -)
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Verzichten Sie auf zusätzliche Bleichmittel und behandeln Sie Flecken besser vor, dann bleiben die Farben länger kräftig. Bezüge aus Baumwolle können sich verziehen und dann anschließend nicht mehr korrekt passen. Wenn sich der Bezug nicht abziehen lässt, können kleine Sitzpolster zusammen mit dem Polsterkern in die Maschine. Achten Sie darauf, dass der Bezug durch Kreissteppung oder ähnliches fest mit der Polsterplatte verbunden ist, damit die Platte im Bezug nicht verrutscht. Sollte dies nicht der Fall sein, fixieren Sie Bezug und Platte einfach mit wenigen Heftstichen oder Sicherheitsnadeln. Durch kurzes Anschleudern in trockenem Zustand wird Luft aus dem Polster verdrängt und es findet eine schnellere Benetzung statt.

Handwäsche:

Große Polster mit viel Volumen lassen sich mit ein wenig Aufwand und Geduld in der eigenen Badewanne waschen. Füllen Sie hierfür Ihre Badewanne mit 40°C warmem Wasser und fügen Sie nach den Dosierungsempfehlungen für Handwäsche ein flüssiges Fein- oder Colorwaschmittel hinzu. Drücken Sie nun das Polster solange unter Wasser, bis es sich vollständig vollgesogen hat und lassen Sie es eine Weile einweichen und drehen es immer mal um. Die Einweichzeit variiert je nach Stärke und Verschmutzungsgrad und kann gerne auch eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Kneten Sie das Polster währenddessen immer wieder mit der Hand durch und ziehen es in Form. Bei einer starken Verschmutzung der Polster sollten Sie das Wasser zwischendurch erneuern. Schließlich legen Sie das Polster zur Vorbereitung für den Spülgang in eine volle Wanne mit klarem Wasser.

Spülgang:

Beim Spülgang ist wichtig, dass die Waschmittellösung komplett aus dem Polster ausgespült wird, damit keine Rückstände verbleiben. Drücken Sie hierfür das Polster gründlich aus, brausen es immer wieder ab und lassen es auf der Kante stehend austropfen. Helfen Sie nach, in dem Sie das Wasser mit der flachen Hand herausdrücken. Zum Schluss wird noch einmal in klarem Wasser in der Wanne "gebadet". Tipp: Wer eine Teppichstange im Garten hat, kann die Polster überhängen und mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch ausspülen. Fangen Sie dabei die Seifenlauge auf, damit sie nicht ungeklärt ins Grundwasser versickert.

Trocknung:

Hier ist noch einmal Sorgfalt gefragt, damit die Polster keine Verformungen erhalten. Deshalb sollten Sie das Wasser durch Drücken auspressen. Drücken Sie fest mit der flachen Hand oder nehmen Sie ein Holzbrettchen als zusätzliche Drückhilfe. Wenn Sie können, hängen Sie die Polster zum Austropfen auf oder legen Sie sie flach auf einen Wäscheständer aus. Es läuft viel Wasser aus den Polstern. Ziehen Sie die Polster während des gesamten Trocknungsvorganges immer wieder in Form. Nach dem Austropfen ist es am besten, die Polster liegend fertig zu trocknen. Auch das beugt Verformungen vor. Tipp: Waschen Sie Ihre Polster an einem warmen, luftigen Tag damit sie anschließend rasch trocknen. Das verhindert Schimmelpilzbildung im Inneren oder äußerliche Stockflecken. Die Polster sind trocken, wenn sich bei Druck kein Wasser mehr auf dem Bezug abbildet. Kleine Polster können Sie leicht bei niedrigerer Temperatur im Trockner kurz antrocknen damit es schneller geht. Bitte nichts in den Trockner hineinpressen, das schadet. Wichtig: Polster, die am Abend noch nicht trocken sind, sollten Sie über Nacht reinholen. Das beugt Schimmelpilzbildung vor!

Eine Frau legt in einem Garten eine Polsterauflage auf einen Gartenstuhl (Foto: dpa Bildfunk, Christin Klose)
Eine Frau legt in einem Garten eine Polsterauflage auf einen Gartenstuhl Christin Klose

Damit Sie lange Freude an Ihrer Anschaffung haben:

Bewahren Sie Ihre Auflagen im Haus oder in einer entsprechenden Tasche oder Box auf, wenn sie nicht in Gebrauch sind. Intensive, lange Sonneneinstrahlung lassen sie schneller ausbleichen. Hohe Luftfeuchtigkeit in der Nacht lässt die Auflagen feucht werden und kann Schimmelbildung begünstigen. Setzen Sie sich auch deshalb nicht in feuchter Badekleidung auf Ihr Polster. Hochwertige Bezüge sind in aller Regel werksseitig mit einem Fleckschutz ausgerüstet, der das schnelle Eindringen von Flüssigkeiten vermindert und so die Verschmutzung reduziert.

Liegestuhl im Garten (Foto: Colourbox)

Tipp: Prüfen Sie die Polster an einer verdeckten Stelle immer auf Farbechtheit, bevor Sie die ganze Fläche einsprühen und bedenken Sie, dass es eine chemische Substanz ist, die Sie aufbringen.

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