Hufeisennase auf Dachboden (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Faszinierende Tiere

Fledermäuse am Haus und im Garten fördern

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AUTOR/IN
Christiane Gorse

Braunes Langohr, Große Hufeisennase oder Zwergfledermaus – so heißen einige der heimischen Fledermausarten. Mit einem Fledermauskasten können Sie die geschickten „Jäger der Nacht“ rund ums Haus unterstützen.

Mit unserer Bauanleitung für ein Quartier entweder an der Fassade oder unter offenen Dächern – etwa in Scheunen oder offenen Dachstühlen, können Sie selbst Hand anlegen. Vorteil: Sie können die Größe des Unterschlupfs genau an Ihre Anforderungen anpassen. Fledermausarten, die in solch einen Kasten ziehen sind Nischenbewohner wie beispielsweise Zwergfledermäuse, Graues und Braunes Langohr oder Breitflügelfledermäuse.

So geht's

1. Sägen sie die Bauteile nach den Maßen der Bauanleitung aus unbehandeltem Holz zu.

2. Die Rillen lassen sich am besten mit einer Fuchsschwanzsäge bewerkstelligen: 2-3mm Tiefe reichen, damit sich die Tiere daran hochziehen können. Die Rillen gehören auf die Innenseiten des Fledermausquartiers.

3. Alle Bauteile zusammenschrauben.

4. Aufhängen! Die besten Orte sind entweder an einer Fassade in mindestens drei Meter Höhe, oder auch im offenen Dachstuhl weit oben zwischen zwei Dachbalken. Ggf. kann man die Maße dem Abstand der Dachbalken anpassen.

Sommer- und Winterquartiere

Für Fassaden und Bäume gibt es auch Sommer- und Winterquartiere von Spezialfirmen zu erwerben. Wenn in und um Ihr Haus regelmäßig Fledermäuse zu sehen sind, können Sie den Tieren solche Kästen anbieten. Fledermäuse haben über das Jahr verteilt verschiedene, aber meist angestammte Quartiere. Dennoch werden immer wieder auch neue Unterschlupfe angenommen.

Hinweis: Alle Fledermaus-Arten in Deutschland stehen unter Naturschutz und gelten als stark gefährdet. Der Grund: ihr Lebensraum wird immer kleiner, ebenso ihr Nahrungsangebot – Stichwort Insektensterben. Im Garten können Sie zur Unterstützung daher viele insektenfreundliche Blumen pflanzen, darunter auch solche, die Nachtfalter besonders anziehen wie Geißblatt, Nachtkerze, Nachtviola, Nachtlichtnelke und das Nickende Leimkraut. Da Insekten auch überlebenswichtig sind für Vögel und Fledermäuse, helfen Sie damit, die natürlichen Nahrungsketten wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Experte im Studio: Carsten Weber, Naturschützer

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Christiane Gorse